Rehna : Stadt plant Entschuldigung bei Garagennutzern

Knapp 300 Garagen gibt es in Rehna.
Knapp 300 Garagen gibt es in Rehna.

Stadtvertreter räumen hinter geschlossenen Türen weiteren Klärungsbedarf beim Thema Garagen ein

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08. Februar 2014, 00:00 Uhr

Mehr als 200 zum Teil aufgebrachte Garagennutzer sollen in Rehna mit einer Art Entschuldigungs-Schreiben besänftigt werden. Ein entsprechendes Schreiben soll in den nächsten Tagen verschickt werden. Dazu hat sich nach SVZ-Informationen die Rehnaer Stadtvertretung mehrheitlich durchgerungen – unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Mit dem Schreiben wollen sich Kommunalpolitiker für Wartezeiten während eines Infoabends entschuldigen. Darüber hinaus räumen sie weiteren Klärungsbedarf beim Thema Garagennutzung ein. Auf SVZ-Anfrage bestätigte Bürgermeister Hans Jochen Oldenburg gestern, dass ein Brief herausgeschickt werden soll. „Ausschüsse und die Stadtvertretung werden sich noch einmal mit dem Thema auseinandersetzen“, so Oldenburg.

Klar ist auch, dass eine Verpflichtungserklärung der Stadt Rehna aufgesetzt werden soll. Darin geht es darum, dass die Nutzung von Garagenstandorten für mindestens weitere zehn Jahre zugesichert werden soll. Garagenbesitzer hatten befürchtet, dass aus den Flächen Bauland werden könnte.

Die neuen Pachtverträge hatten in Rehna für mächtig viel Wirbel gesorgt. War  seit 1996 eine Jahrespacht von 35,79 Euro  fällig, so soll sie jetzt  nahezu verdreifacht werden. Bei einem etwaigen Abriss sollen die Nutzer auch noch  800 bis 900 Euro  berappen.

In der Pacht von 100 Euro enthalten seien aber bereits die Grundsteuer und eine Versicherung für das Gebäude, hieß es dazu aus der Verwaltung. Darüber hinaus sei nur dann  die Hälfte der Abrisskosten zu zahlen, wenn eine Garage innerhalb eines Jahres nach Vertragsende auch tatsächlich abgerissen werden sollte. In Rehna gibt es derzeit knapp 300 Garagen: Am Milchsteig sind es 158 an der Ernst-Thälmann-Straße 99 und am Benziner Weg 33.

Dass die SVZ das Thema Garagenpacht im vergangenen Monat aufgegriffen hatte, schlug einigen Stadtvertretern auf den Magen. Das könne 200 Wählerstimmen kosten, hatte beispielsweise Marco Weber von der Alternativen Wählergemeinschaft erklärt.

Ob es in den nun anstehenden Beratungen noch einmal zu einem Nachlass bei der Pachtzinshöhe kommt, ist derzeit unklar. Dies, so Bürgermeister Hans Jochen Oldenburg, wäre eine Sache, die in den Ausschüssen beraten werden müsste.

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