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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

20. Oktober 2017 | 20:15 Uhr

Rehna : Stadt drängt auf Drehleiter-Kauf

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Landrätin macht sich beim Innenminister für diese Investition stark

von
erstellt am 27.Feb.2015 | 00:00 Uhr

In der Stadt Rehna mehren sich die Rufe nach einer Investition für mehr Sicherheit. So drängen Kommunalpolitiker mehr denn je darauf, eine Drehleiter für die Freiwillige Feuerwehr zu kaufen. Ihre Hoffnung setzten sie dabei erneut auf Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU). Gibt sein Ministerium grünes Licht, könnte die Investition realisiert werden. Denn Stadt und Landkreis haben bereits Gelder in Höhe von jeweils 100 000 Euro für den Kauf einer Drehleiter zurückgelegt.

Auf die Notwendigkeit einer Drehleiter weisen die Stadt Rehna und umliegende Kommunen seit Jahren hin. Unterstützung erhalten sie dabei nun auch von Nordwestmecklenburgs Landrätin Kerstin Weiss (SPD). Sie schrieb einen entsprechenden Brief an den Innenminister und hob darin die Notwendigkeit und finanzielle Beteiligung des Landkreises hervor.

Die Zeit der moderaten Töne scheint in Rehna inzwischen allerdings vorüber zu sein. Spätestens seit dem dritten Feuer in 2015. „Eines haben die Brände in diesem Jahr bereits gezeigt: Wir reden darüber, dass eine angeforderte Drehleiter erst nach rund 20 Minuten einsatzbereit ist. Spätestens 17 Minuten nach Brandausbruch ist die Grenze aber überschritten, einen Menschen lebend aus einem brennenden Wohnhaus holen zu können“, sagt Rehnas Wehrführer Henry Wanzenberg. Bürgermeister Hans-Jochen Oldenburg war vor einer Woche selbst vor Ort beim Dachstuhlbrand in der Gletzower Straße und machte sich ein Bild vom Einsatzgeschehen. Er sei froh und erleichtert gewesen, dass bei dem Feuer niemand ernsthaft verletzt wurde. Ihm war aber auch klar, dass ohne Schönberger Drehleiter-Einsatz das Haus in der Innenstadt hätte geflutet werden müssen, verbunden mit enormen Folgeschäden am Gebäude.

Seit 2010 will die Stadt Rehna eine Drehleiter beschaffen. Die Verantwortlichen der Kommune stellten mehrere Anträge, führten Gespräche und wurden stets vertröstet – und enttäuscht. „Für das Ehrenamt ist das extrem frustrierend. Denn es geht bei der Drehleiter nicht um ein Spielzeug für die Feuerwehr, sondern um die Sicherheit der Bürger und der Einsatzkräfte, die ihre Gesundheit und ihr Leben aufs Spiel setzen“, sagt Bürgermeister Hans Jochen Oldenburg. Er betont zudem, dass es in der sanierten Altstadt zahlreiche Dachgeschoss-Wohnungen gibt, die ohne Drehleiter nicht zu erreichen sind. Das Stadtoberhaupt verweist zudem auf Kindergärten, Schule, Wohnblöcke, Seniorenheim und Firmengebäude. Mit Steckleitern könnten Einsatzkräfte dort im Notfall kaum etwas ausrichten.

Ein Sprecher des Innenministeriums in Schwerin erklärte gestern auf SVZ-Anfrage: „Der hier in Rede stehende Förderantrag befindet sich gegenwärtig noch in Bearbeitung, da es ausgehend von dem bisherigen Einsatz- und Ausstattungskonzept noch Abstimmungsbedarf gibt.“ Im vergangenen Jahr hatte das Innenministerium für Feuerwehrfahrzeuge und Feuerwehrgerätehäuser in MV u. a. rund 4,33 Millionen Euro aus Sonderbedarfszuweisungen bewilligt. Im Fall Rehna müsste das Land MV rund 100 000 Euro bereitstellen, damit die Kommune eine etwa 300 000 Euro teure Drehleiter beschaffen kann.

 

 

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