Gadebuscher Mieterstreit : Staatsanwaltschaft stellt Verfahren ein

Anwohner der Heine-Straße fühlen sich bedroht und tyrannisiert.
Anwohner der Heine-Straße fühlen sich bedroht und tyrannisiert.

Nach einer Anzeige im Gadebuscher Mieterstreit sieht die Anklagebehörde keinen hinreichenden Verdacht

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21. September 2017, 21:00 Uhr

Zwei Monate nach einer Strafanzeige wegen Nötigung und Bedrohung sieht die Staatsanwaltschaft Schwerin von einer weiteren Strafverfolgung gegen einen ehemaligen Bewohner der Heinrich-Heine-Straße ab. Das geht aus einem Schreiben hervor, das der SVZ vorliegt.

Gegen den Mann hatte es zahlreiche Beschwerden von Anwohnern gegeben, die sich von ihm und seinen Kumpanen bedroht und belästigt fühlten. Schließlich brach damals mit Jens Bütow erstmals ein Bewohner sein Schweigen und machte die Zustände in der SVZ öffentlich. Die Quittung kam prompt. Bütow wurde danach nach eigenen Angaben von dem jungen Mann bedroht und erstattete daraufhin Strafanzeige.

Die Staatsanwaltschaft spricht zwar von einem „verwerflichen Verhalten des Beschuldigten“. Dieser habe die Androhung einfacher körperlicher Gewalt allerdings als „Folge Ihrer Angaben gegenüber der Presse ausgesprochen.“ Die einfache körperliche Gewalt (...) stelle nur ein Vergehen dar, heißt es in dem Schreiben der Staatsanwaltschaft weiter.

Mitte August dieses Jahres war die Wohnung des jungen Mannes schließlich durch einen Gerichtsvollzieher geräumt worden. Der Vermieter hatte die Wohnung zuvor fristlos gekündigt (SVZ berichtete).

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