Gadebusch : St. Germain du Puy – eine Partnerschaft mit Zukunft

Bernard  Grivel, Maxence  Charlier, Wassim Boukhlal und Valentin  Gilberron (v.l.n.r.) an der Museumsanlage.
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Bernard Grivel, Maxence Charlier, Wassim Boukhlal und Valentin Gilberron (v.l.n.r.) an der Museumsanlage.

Seit zwei Jahrzehnten Freundschaften zwischen Gadebusch und der französischen Kleinstadt geknüpft

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12. Juli 2014, 00:06 Uhr

Sie ist nicht in Stein gemeißelt, aber auf Silbermünzen verewigt: die Städtepartnerschaft zwischen Gadebusch und dem französischen St. Germain du Puy. Denn der aktuelle Godetaler erinnert mit seinen Motiven an eine Partnerschaft, die vor zwei Jahrzehnten begann und inzwischen nicht mehr wegzudenken ist. Aus den Kontakten auf kommunalpolitischer Ebene entwickelten sich Freundschaften.

Zum ersten Mal sind nun auch Jugendliche aus Frankreich für eine Woche in der mecklenburgischen Münzstadt zu Gast. „Wir wollen dadurch auch erreichen, dass die Städtepartnerschaft von immer jüngeren Menschen getragen wird und sie mit eingebunden werden“, sagt Birgit Möller, die Vorsitzende des Partnerschaftskommitees.

Dass dies gelingt, wurde in den vergangenen Tagen deutlich. Jugendliche aus Gadebusch und St. Germain du Puy gingen gemeinsam beim Sportfest an den Start, kreierten für einen Taizé-Gottesdienst ein französisches Buffet für 200 Besucher und tüftelten gestern mit Dr. Gerhard Schotte am Bau einer zweieinhalb Meter hohen Modell-Windmühle. Dieses Modell soll einer der Hingucker für das 1. Gadebuscher Erntedankfest werden. Die Jugendlichen wurden zudem dank der Sozialarbeiterin Judith Keller in den Schulalltag eingebunden, stellten ihre Stadt vor.

„Wenn es eine breite, auch private Basis gibt, können solche Jugendprojekte realisiert werden. Dafür kann man den vielen Helfern und Gastfamilien gar nicht genug danken“, verdeutlicht Birgit Möller. Dass es in diesem Jahr eine offizielle Münze zum Thema 20 Jahre Städtepartnerschaft gibt, hätten die Gäste aus St. Germain du Puy als hohe Wertschätzung mit ideellem Wert empfunden. „Am meisten haben sie sich aber darüber gefreut, wieder bei Freunden sein zu können. So einfach kann man das auf den Punkt bringen“, so Birgit Möller.Neben dem offiziellen Besucherprogramm inklusive Feier gab es die Möglichkeit für private Ausflüge. Dabei besichtigten sie nicht nur das Schweriner Schloss, sondern auch das Grenzhus in Schlagsdorf. Auffällig dort: Für die Franzosen war es schwer nachvollziehbar, wie die Teilung innerhalb eines Volkes einst geschehen konnte.


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