Nach Streit in Gadebusch : Sporthalle bleibt vorerst in Betrieb

Helle Wände und neue Ballfangnetze: Bürgermeister Ulrich Howest, Bauamtsleiterin Rommy Elßner, Elternvertreterin Birgit Jürgens und Schulhausmeister Hartmut Kluge sind sichtlich erfreut über die Verbesserungen im alten Sporthallenbau.
Helle Wände und neue Ballfangnetze: Bürgermeister Ulrich Howest, Bauamtsleiterin Rommy Elßner, Elternvertreterin Birgit Jürgens und Schulhausmeister Hartmut Kluge sind sichtlich erfreut über die Verbesserungen im alten Sporthallenbau.

Pilzbefall gestoppt und Halle neu gemalert

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18. Mai 2017, 05:00 Uhr

Heftige Kritik steckte die Stadt Gadebusch vor wenigen Tagen von Elternvertretern der Heinrich-Heine-Schule ein. Grund: Nach deren Aussagen wurden die versprochenen Zusagen zur Schimmelpilz-Beseitigung und Sicherheitsfragen trotz Auflagen des Kreisgesundheitsamtes nicht erfüllt (wir berichteten). „Wir werden uns das anschauen“, kündige Bürgermeister Ulrich Howest an und lud gestern Eltern und Amtsvertreter zu einem Vororttermin ein. Ergebnis: Die Halle hat nach Instandsetzungsarbeiten ein wesentlich freundlicheres Antlitz. „Die Qualität eines Neubaus werden wir durch Maler- und Fußbodenarbeiten natürlich nicht erreichen“, so Bauamtsleiterin Rommy Elßner. Der Hauptkritikpunkt, dass sich Schimmelpilzkulturen trotz Malerarbeiten an den Decken und Wänden erneut abbilden, bestätigte sich nicht.

Nach Einschätzung der Stadt handelte es sich in den Sanitärräumen nicht um aktive Pilzkulturen. „Ein Fachbetrieb hat die Sanitärräume speziell auf Schimmelbefall behandelt und neu gestrichen“, so Elßner. Darüber hinaus wurden die über lange Zeit fehlenden Seifen- und Papierhandtuchhalter montiert. Neue Bodenbeläge kamen in die Umkleideräume von Mädchen und Jungen. Eine farbliche Neugestaltung kam hinzu. „Die Kritikpunkte lassen sich hier nicht bestätigen“, so Birgit Jürgens. Sie nahm stellvertretend für Elternvertreterin Nicole Kunz den Termin wahr.

Dennoch kritisch betrachtet wurde der Zustand der Fenster. Sie gelten als wesentliche Schwachstelle. Insbesondere an den Fenstergummis setzen sich Grünspan und Schimmel ab. Von Gesundheitsgefährdung sprachen Stadt und Eltern gestern nicht mehr. Durch einen gezielten Einsatz der Reinigungskräfte soll nun einer möglichen Schimmelbildung vorgebeugt werden. „Es gibt aber auch Einschränkungen. Davon betroffen sind die großen alten Metallrahmenfenster der Halle und die Fenster in den Sanitärräumen. Die Gummi-Einfassungen sind porös“, so Rommy Elßner. Einen Austausch der großen Hallenfenster stuft sie als nicht wirtschaftlich ein: „Da sind wir schnell mit 80 000 Euro dabei.“ Kleine Reparaturarbeiten ließen sich umsetzen: „Die Unebenheiten im Parkettboden sind beseitigt“, so Hausmeister Hartmut Kluge. Ebenso die Risse in den Stahlbetonpfeilern und die Prallschutzeinheiten an den Pfeilern. Arbeiten, die der Amtshof Gadebusch innerhalb der Osterferienzeit übernahm. Die Forderung der Eltern nach einer Schließung der Halle, stützen Stadt und Amt nicht.

Was nach dem Aufhübschen und der Instandsetzung der sanitären Anlagen bleibt, ist der gemeinsame Wille zum Bau einer neuen Sporthalle. „Daran werden wir unter Berücksichtigung möglicher Fördermittel festhalten“, sagt Howest. Äußerungen von Innenminister Lorenz Caffier, dass Gadebusch eine auskömmliche Finanzausstattung besitzt, weist er zurück: „In diesem Jahr mag es gut aussehen. Im kommenden Jahr müssen wir für die aktuell bessere Lage deutlich mehr Abgaben an den Kreis und das Land abführen. Da bleibt nicht viel.“

Fest steht: Der Antrag auf eine Sportstätten-Förderung ist gestellt, die Ausschreibungen für die Planungsleistungen laufen. Howest und Elßner rechnen bis Anfang 2018 mit verbindlichen Antworten der Landesstellen.

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