Strassenausbesserung in Stove : Splitt nervt Kraftfahrer

In Stove wird die Ortsdurchfahrt derzeit instandgesetzt. Dazu wird unter anderem Splitt auf die Fahrbahn aufgetragen.
1 von 3
In Stove wird die Ortsdurchfahrt derzeit instandgesetzt. Dazu wird unter anderem Splitt auf die Fahrbahn aufgetragen.

Die Ortsdurchfahrt wird derzeit instand gesetzt. Das Tempo ist auf 30 Stundenkilometer reduziert worden

von
08. Juni 2016, 21:00 Uhr

Für die Einen ist es Routine, für die Anderen ein Ärgernis mit Gefahrenpotential. Die Rede ist von einer Reparaturmaßnahme auf der Landesstraße in Stove. Dort wird seit einigen Tagen eine Emulsion auf die Fahrbahn gespritzt und die Stellen werden anschließend mit Splitt versehen. Durch die Maßnahme sollen unter anderem Risse in der Fahrbahn geschlossen werden, damit kein Wasser in den Baukörper eindringen und Schäden verursachen kann. Außerdem werden Ränder ausgebessert.

Der Carlower Christian Schreiber stellt diese Reparatur allerdings in Frage. „Die Straße ist aus meiner Sicht okay, doch ich kenne viele Leute, die sich darüber aufregen, was gerade auf der Landesstraße 02 gemacht wird“, sagt Schreiber. Er hätte es für sinnvoller gehalten, wenn das Geld zum Beispiel für eine komplette Fahrbahnsanierung verwendet worden wäre.

Ein grundsätzlicher Anti-Splitt-Gegner ist der 59-Jährige nicht: „Wenn er auf Strecken eingesetzt wird, wo es notwendig ist, dann ist das auch in Ordnung.“ Aber im Fall dieser Reparatur meldet der Carlower Zweifel an.

Autofahrer und vor allem Motorradfahrer müssen sich derzeit aufgrund des Splitteinsatzes auf Temporeduzierungen einstellen. Maximal 30 km/h sind derzeit in Stove erlaubt. Der Automobilclub für Deutschland (AvD) rät Kraftfahrern dringend, sich an das Tempolimit auch zu halten. Zum einen zur eigenen Sicherheit, zum Anderen um andere Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden. „Wer auf solchen Strecken Splitt aufwirbelt, haftet für mögliche Schäden an anderen Fahrzeugen“, warnt AvD-Pressesprecher Herbert Engelmohr. Darüber hinaus weisen Splittstrecken einen rutschigen Untergrund auf, der zu längeren Bremswegen führen kann. Außerdem könnten vor allem Motorradfahrer ins Schlingern geraten.

Das Straßenbauamt würde die Ortslage Stove am liebsten grundhaft ausbauen. Allerdings könnte dies problematisch sein. Denn ein Teil der Alleebäume könnte einem solchen Ausbau zum Opfer fallen. Außerdem soll der Bereich der Wehranlage des Mühlenteiches eine bauliche Herausforderung darstellen. Zunächst wird es also bei der Instandsetzung der Straße bleiben. In etwa einer Woche soll der Splitt dann von der Fahrbahn gefegt werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen