Fertigungstechnik Nord : Spitzen-Firma für den Nachwuchs

Pascal Fritz vermisst  eine Antriebswelle. Der 20-Jährige aus Breesen lernt bei Fertigungstechnik Nord Zerspaner.  Fotos: manja nowitzki
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Pascal Fritz vermisst eine Antriebswelle. Der 20-Jährige aus Breesen lernt bei Fertigungstechnik Nord Zerspaner. Fotos: manja nowitzki

Arbeitsagentur Schwerin zeichnet Gadebuscher Getriebebauer der Fertigungstechnik Nord für Top-Ausbildung aus

svz.de von
26. November 2015, 16:46 Uhr

Wenn die Kuh sich den Rücken schubbern möchte, hilft Fertigungstechnik Nord dabei. Wenn Urlauber im Flughafen Hamburg ihr Gepäck auf das Förderband legen, sorgt das Gadebuscher Unternehmen dafür, dass alles läuft. Wenn in Stadien die Bühne sich bewegt oder sich im Theater der Vorhang hebt, überall dort sind Getriebe von Fertigungstechnik Nord im Einsatz.

Dafür braucht es Zerspaner, Mechatroniker. Ein anspruchsvoller Beruf und deshalb sorgt das Unternehmen vor und bildet selber aus. So gut, dass die Arbeitsagentur Schwerin nun mit dem Zertifikat für ausgezeichnete Ausbildung zu Besuch kam.

„Das ist eine Investition in junge Menschen“, sagte Agenturchef Dirk Heyden. Pro Landkreis wird pro Jahr ein Unternehmen geehrt. „In diesem Jahr sind sie es.“

Fertigungstechnik Nord bildet seit 1994 aus. Knapp 75 Azubis haben hier in dieser Zeit im Laufe der Jahre gelernt. Eine stolze Zahl. Zerspaner, Mechatroniker, Bürokaufleute durchlaufen ihre dreijährige Ausbildung und finden dann in der Regel auch einen Job im Unternehmen.

Steffen Timm, Werksleiter des Standortes Gadebusch, überlässt dabei nichts dem Zufall. Die Firma ist einer der Veranstalter der Regionalen Lehrstellenbörse. Dazu kommen Praktikumsplätze und der Praxislerntag, den Timm eingeführt hat.

Aber, sagt Timm, nach der Ausbildung hört es nicht auf. „Wir fördern auch Aus- und Weiterbildung.“ Aktuell gehe es um das Thema Automation.

Roboter sollen in Zukunft noch mehr Arbeit übernehmen. Doch die müssen programmiert werden. Neue Herausforderungen für die Getriebebauer. Und das schätzt der Nachwuchs offenbar. Agenturchef Heyden wollte von den Azubis wissen, warum sie zur Fertigungstechnik wollten. Antwort unisono: Die Arbeit mit den Maschinen ist interessant. Und auf noch etwas kann Werkschef Steffen Timm stolz sein: den guten Ruf seines Unternehmens. Vom Vater, Onkel oder Cousin von ihnen haben die derzeitigen Azubis erfahren, wie das Arbeiten und das Arbeitsklima hier sind. „Empfehlungen sind die höchste Qualitätsstufe“, sagt Agenturchef Heyden.

Doch auch die Gadebuscher haben zunehmend Probleme, Lehrlinge zu finden. Bewarben sich vor zehn Jahren noch rund 30 Schüler jedes Jahr hier, sind es heute noch 15.

Aktuell werden für das im August 2016 beginnende Lehrjahr noch acht Azubis gesucht.

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