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(K)ein ort für kinder in gadebusch : Spielplatz-Pläne sorgen für Diskussionen

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

SVZ-Leserin lehnt den Standort Burgsee ab und wünscht sich die neuen Geräte auf dem öffentlichen Spielplatz hinter dem Gadebuscher Freizeithaus

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erstellt am 17.Feb.2017 | 21:00 Uhr

In der Stadt Gadebusch wächst der Widerstand gegen eine Neugestaltung des Spielplatzes am Burgsee. Dort soll der künstlerisch gestaltete Spielplatz einem Areal mit modernen Spielgeräten wie Rutsche, Wippe, Klettergerüst weichen. Diese Geräte soll die Stadt bereits im vergangenen Jahr gekauft haben.

Als SVZ-Leserin Martina Klaiber dies heute in der Zeitung las, konnte sie das kaum fassen. Sie griff zum Telefonhörer und machte ihrem Ärger am Heißen Draht der SVZ Luft. Es mache sie unheimlich traurig, dass die Stadt es seit dem nicht geschafft habe, eingelagerte Gerät gegen marode auf dem öffentlichen Spielplatz hinter dem Freizeithaus auszutauschen. Denn genau dort und nicht am Burgsee würden sie benötigt. „Hier treffen sich die Kinder der Stadt und hier gehören die neuen Spielgeräte auch hin“, sagt Martina Klaiber. Und sie nennt einen weiteren Grund, warum die Spielgeräte nicht im Stadtwald aufgebaut werden sollten. Sie seien dort der Zerstörung preisgegeben.

Auf dem öffentlichen Spielplatz hinter dem Freizeithaus können derzeit nur zwei Spielgeräte genutzt werden. Eine Doppelschaukel wurde inzwischen vom Gadebuscher Ordnungsamt aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Ursprünglich hatte sich die Stadt per Vertrag mit dem Kinder- und Jugendfreizeit e.V. zur Pflege dieses öffentlichen Spielplatzes verpflichtet. Der Verein befindet sich inzwischen allerdings in der Auflösung. Betrieben wird das Freizeithaus nunmehr vom DRK Kreisverband Nordwestmecklenburg, der wiederum kein Eigentümer des Gebäudes und Grundstückes ist.

In die Diskussion um den Aufbau neuer Spielgeräte hat sich nun auch Bürgermeister Ulrich Howest eingeschaltet. Er kündigte an, dass dass Spielplatz-Thema in der nächsten Hauptausschuss-Sitzung zur Sprache kommen werde. Dies auch vor dem Hintergrund, dass zwei städtische Ausschüsse unterschiedlicher Auffassung sind. So empfiehlt der Bauausschuss die Neugestaltung des Burgsee-Spielplatzes. Der Kulturausschuss ist wiederum dagegen und verweist darauf, dass der Spielplatz ein Kunstobjekt sei.

Auch der Gadebuscher Gerhard Schotte möchte den Charakter am Burgsee erhalten. Für Reparaturen und Erweiterungen des Platzes solle daher der Bildhauer Nando Kallweit mit einbezogen werden. Der Badower hatte vor zehn Jahren das Thema „Slawenzeit“ mit in das inhaltliche Konzept zur Gestaltung des Burgseewanderwegs aufgenommen, selbst diverse Objekte beigesteuert.

Für Gadebuschs Bürgermeister Ulrich Howest ist aktuell vor allem eines beim Thema Spielplatz klar: So lange die Eigentumsfrage des Freizeithauses nicht abschließend geklärt ist, sollten auch die im Herbst vergangenen Jahres erhaltenen Spielgeräte dort nicht aufgestellt werden.

 

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