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Waldkindergarten Klein Hundorf : Spiel und Spaß inmitten der Natur

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Dritter Waldkindergarten im Landkreis eröffnet / Im kommenden Jahr soll Mittagessen vom Archehof Kneese kommen

svz.de von
erstellt am 02.Sep.2016 | 21:00 Uhr

Ein Bauwagen mitten in der Natur, gut 300 Meter Luftlinie vom nächsten festen Gebäude entfernt – das ist der neue Waldkindergarten. Am 1. September hat er seinen Betrieb aufgenommen. „Ich bin so froh, dass es den jetzt gibt“, sagt Anna-Lena Hundt aus Sievershagen „da können meine beiden Kinder Linnea und Arved nach unserem Umzug weiter in so eine Einrichtung gehen“, freut sich die Mutter. Die Familie ist erst im November aus dem Raum Lübeck hierher gezogen, zuvor waren die Kinder in solch eine Einrichtung in Timmendorf gegangen.

Es ist neben den Einrichtungen in Dechow und Selmsdorf der dritte Kindergarten dieser Art im Landkreis. Träger ist der Lernort Klein Hundorf e.V., dessen Vorstandsvorsitzende Nicole Herrenkind ist. Sie hatte auch die Idee für das Projekt. „Ich bin von klein auf draußen in der Natur, für mich gibt es nichts schöneres. Und ich finde es wichtig, dass Kinder von Anfang an eine Beziehung zur Natur aufbauen, sich in ihr bewegen und von ihr lernen“, begründet die Mutter eines zweijährigen Jungen ihr Engagement. Sie sei vor drei Jahren nach Klein Hundorf gekommen, eine Art Flucht aus Berlin, wo sie einen quasi Großstadtkoller bekommen hatte, so die im Hessischen Frankfurt am Main geborene 44-Jährige.

Das Erzieherteam besteht aus drei Fachkräften: Leiter Wolf Grochowski ist staatlich anerkannter Erzieher aus Lüneburg, hat dort bereits fünf Jahre in einem Waldkindergarten gearbeitet. „Man muss hier keine Kinder motivieren, die Neugier treibt sie an. Außerdem schult das die kognitiven Fähigkeiten, es heißt nicht umsonst: Wer rückwärts laufen kann, kann auch rückwärts zählen“, so der 29-Jährige, der hier seinen Traum von einer naturnahen Erziehung verwirklichen will. Ihm zur Seite stehen die aus Karlsruhe stammende Maren Schmidt (56) und die 39-jährige Kasselerin Judith Wittkop. Sie zusammen dürfen von 8 bis 14 Uhr maximal 15 Kinder ab drei Jahren betreuen. „Länger draußen sein ist für einen Waldkindergarten gesetzlich nicht zugelassen. Aber wir haben die Möglichkeit, nach Absprache die Kinder anderweitig auch länger zu betreuen“, sagt Nicole Herrenkind.

Derzeit sind es sechs Kinder, die Wiesen und Mischwald, Hohlwege und Steinplätze, einen Bachlauf, Kieskuhle, Äcker, Streuobstwiesen und Pferdeweiden genießen können. So viel frische Luft macht hungrig, deshalb soll es, wenn alles klappt, im kommenden Jahr gesundes Bio-Mittagessen vom Archehof Kneese kommen.

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