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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

20. Oktober 2017 | 09:21 Uhr

Kneese : Sperrmüll wird zum Ärgernis

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Wohnungsgesellschaft muss sich nach Auszug eines Mieters um Hinterlassenschaften kümmern

svz.de von
erstellt am 19.Jun.2014 | 00:18 Uhr

Siegfried Wittwer fährt jeden Tag über die Kneeser Hauptstraße. Und jeden Tag ärgert er sich: Seit Wochen liegt dort vor dem Neubau ein großer Haufen Sperrmüll. Matratzen, ein Lattenrost, jede Menge Holz, Regalbretter, Polster, aufgerissene Müllsäcke, Elektroschrott und ein einzelner Hocker – abgestellt, aber nicht abgeholt.

„Das sieht ja einfach nicht gut aus. Und jeder fährt hier vorbei“, sagt Siegfried Wittwer, der sich am Heißen Draht an unsere Redaktion gewandt hat. Der 78-Jährige wünscht sich, dass schnell etwas passiert – nicht zuletzt, weil der Müllberg in Höhe und Breite wächst. „Jemand legt was dazu, jemand durchsucht den Haufen nach etwas Brauchbarem und verstreut den Müll. Es wirkt immer ungepflegter.“

Der Wohnungsgesellschaft Radegasttal mbH, der Haus und Grundstück gehören, ist das Problem bekannt. „Wir haben die Information, dass der Sperrmüll gestern oder heute abgeholt wird“, kann Dorina Buhr von der Mieterbetreuung der Wohnungsgesellschaft Entwarnung geben. Ein Mieter, berichtet sie, sei ausgezogen – und habe seinen Sperrmüll zwar vor dem Haus abgelegt, aber nicht bei der Abfallwirtschaft zur Abholung angemeldet. Darum musste sich in der Folge die Wohnungsgesellschaft kümmern. „Wenn es unsere Grundstücke betrifft, melden wir solche Fälle immer sofort an“, betont sie, „doch die Abfallwirtschaft kann ja auch an ihrem Tourenplan nichts ändern.“

Dass Sperrmüll einfach hinterlassen wird, komme häufig vor. „Viele Leute melden ihren Sperrmüll nicht an und bevor man überhaupt mitkriegt, wer der Verursacher ist, sind sie auch schon weg“, so Buhr. Andere stellten den Sperrmüll raus, sobald sie die Karte verschickt hätten – mit der Folge, dass er zum wochenlangen Ärgernis wird.

Beim Abfallwirtschaftsbetrieb des Kreises liegt indes keine Anmeldung für das Grundstück an der Hauptstraße vor, wie Sprecherin Petra Rappen mitteilt. Allerdings sei bekannt, dass die Wohnungsgesellschaft in der Zwischenzeit mit einem mit dem Abfallwirtschaftsbetrieb kooperierenden Abfallunternehmen gesprochen habe, dieses werde den Sperrmüll spätestens heute „auch ohne vorliegende Anmeldung beräumen“.

Grundsätzlich gilt: Pro Haushalt kann zwei Mal im Jahr Sperrmüll zur Abholung angemeldet werden, sofern das Grundstück an die öffentliche Abfallentsorgung angeschlossen ist. Dies ist in den Abfallgebühren beinhaltet. Dabei gilt die Anzahl der Anmeldungen eigentlich pro Grundstück. Bei Mehrfamilienhäusern bzw. auch Großwohnanlagen werden aber auch mehr Anmeldungen berücksichtigt, wenn es verschiedene Mietparteien sind.
„Der durchschnittliche Zeitraum zwischen Anmeldung und Abholung liegt derzeit bei 28 Tagen. Der Zeitraum hängt ab von der Anzahl der Anmeldungen sowie der Lage des Grundstückes (zentraler oder abseits liegender Ort)“, heißt es vom Abfallwirtschaftsbetrieb.

Wer sich an Sperrmüll an einer öffentlichen, für ein Sammelfahrzeug zugänglichen Straße stört, kann auch selbst aktiv werden: Denn nach Auskunft des Abfallwirtschaftsbetriebes ist es unerheblich, wer den Sperrmüll anmeldet. „Wichtig für die Anmeldung ist die Angabe ungefährer Mengen, damit eine halbwegs wirtschaftliche Tourenplanung erfolgen kann.“


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