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Kritik kommt aus Paetrow : Spenden sinnvoller als Katzensteuer

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Tierfreunde setzen auf Freiwilligkeit statt auf Geldschneiderei

von
erstellt am 15.Feb.2017 | 20:45 Uhr

Eine mögliche Katzensteuer sorgt weiterhin für zahlreiche Diskussionen und erregte Gemüter. Während die Einen für die Einführung einer solchen Steuer sind, lehnen Andere diese strikt ab und warnen vor möglichen Folgen. So befürchtet die Paetrowerin Ute Boyks, dass Leute, die eine Katzensteuer nicht zahlen können, ihre Tiere einfach aussetzen. „Das würde wiederum dazu führen, dass sich Katzen unkontrolliert vermehren könnten“, sagt Boyks.

Als Schildbürgerstreich stuft auch ihr Lebensgefährte Günter Becker die Einführung einer Katzensteuer ein. „Mir ist aus der Gechichte nicht bekannt, dass ein König oder Kaiser, der pleite war, jemals eine Katzensteuer erhoben hat. Und ich erwarte von Politikern, dass auch sie nicht auf solch eine Idee kommen und sich auch nicht in die Irre führen lassen“, so Becker. Aufwand und Ertrag würden in keinem vernünftigen Verhältnis stehen. Die Kontrolle sei außerdem schwierig.

Für Boyks und Becker ist ein anderer Weg denkbar, um der wilden und halbwilden Katzenpopulation Herr zu werden. Sie plädieren für eine Spendenaktion, damit Kastrationen finanziert werden können. „Ich kenne viele Tierfreunde, die bestimmt bereit wären, etwas Geld zur Verfügung zu stellen“, so Ute Boyks. Sie selbst spendet beispielsweise pro Jahr 25 Euro für den Tierschutzverein Tasso. Diese Organisation gehörte 2011 zu den Mitbegründern des Bündnisses „Pro Katze“, das sich für die Kastration von freilebenden Samtpfotentigern engagiert. Nach dessen Angaben leben allein in Deutschland etwa zwei Millionen verwilderte Katzen. Sie litten zum Teil erheblich unter schlechter Ernährung, Kälte, Krankheiten und Verletzungen.Die unkontrollierte Vermehrung dieser Tiere verschlimmere das Problem.

Dieses Schicksal muss „Prinz Charles“ nicht mit seinen Artgenossen teilen. Seit fast acht Jahren kümmern sich Ute Boyks und Günter Becker um diesen Kater. „Er ist nicht nur Mäusejäger und Seelentröster, sondern auch der Liebling unserer Familie“, sagt Becker. Der schwarze Prinz ist darüber hinaus kastriert und trägt einen Chip. Dieser zeigt beim Ablesen eine 15-stellige Nummer an. Anhand dieser Nummer können Tiere, die zum Beispiel ausgerissen sind, ihren Haltern zugeordnet werden.

 

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