Unterstützung aus Gadebusch : Spenden sichern Arbeit der Tafel

Peter Unger  (M.) überreicht   Karin Kluge  (2.v.r.)  den symbolischen Scheck. Das Geld gelangt über das Spendenkonto der SVZ an die Tafel Schwerin, die Ausgabestellen in Gadebusch und Rehna unterhält.
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Peter Unger (M.) überreicht Karin Kluge (2.v.r.) den symbolischen Scheck. Das Geld gelangt über das Spendenkonto der SVZ an die Tafel Schwerin, die Ausgabestellen in Gadebusch und Rehna unterhält.

Jagdgenossenschaft II Gadebusch-Reinhardtsdorf unterstützt Arbeit der Tafel mit 500 Euro

svz.de von
18. Dezember 2013, 22:00 Uhr

Sieben Tage bis Weihnachten: In der Gadebuscher Ausgabestelle der Tafel Schwerin laufen die Vorbereitungen für die letzte Ausgabe von Lebensmitteln vor den Festtagen. Trotz augenscheinlich monotoner Arbeitsweise, von Routine spricht niemand in den kühlen Räumen der Ausgabestelle. Hinter jedem mit Konserven, Bananen, Früchten und Gemüse gefüllten Karton, verbergen sich Schicksale Einzelner und ganzer Familien. Sie erhalten über die Schweriner Tafel e.V. Unterstützung zum Leben. Eine enorme Leistung der Tafel, sagen die Mitglieder der Jagdgenossenschaft II Gadebusch-Reinhardtsdorf und spenden bei der SVZ-Weihnachtsaktion 500 Euro an die Schweriner Tafel und somit für die Arbeit in Gadebusch.

Peter Unger, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Genossenschaft, schaut den Helfern über die Schulter. Er will wissen, was sich hinter der Tafel verbirgt und wird, wie er sagt, „überrascht von der Armut in unmittelbarer Nähe“. Eine Konfrontation mit dem realen Leben in und um Gadebusch, die ihn nachdenklich stimmt.

Umso mehr fühlt sich Unger darin bestätigt, dass die Mitgliederversammlung der Genossenschaft die richtige Entscheidung getroffen hat. „Die Weidmänner zahlen für die Ausübung der Jagd einen Obolus an uns. Wir waren uns darin einig, die Gelder in diesem Jahr für soziale Zwecke einzusetzen“, sagt Peter Unger. Es sei ein Beschluss der Mitgliederversammlung, der durch die SVZ-Aktion zum Erfolg geführt wurde. Peter Unger überreicht den symbolischen Scheck der Jagdgenossenschaft an Karin Kluge (stellv. Vorsitzende der Tafel) und Team und sagt deutlich: „Wir möchten ihnen danken für ihre Tätigkeit vor Ort.“ Es sei ein Trauerspiel, dass es in einem reichen Staat wie Deutschland, so viele arme Menschen gibt. „Unsere Spende kommt von den kleinen Leuten, die es von Herzen geben, für die Ärmsten der Armen“, so Unger. Karin Kluge ist gerührt und bedankt sich im Namen der Tafel. Sie freut sich, dass mit Spenden wie dieser, die Logistik des Vereins weiter aufrecht erhalten werden kann. Sei es ein Fahrzeugkauf oder die Finanzierung laufender Kosten, die den ehrenamtlichen Betrieb der Einrichtung für die Bedürftigen absichern.

Davon gibt es in der Region Gadebusch Rehna nicht wenige. An beiden Orten werden zirka 170 Versorgungskisten für somit nicht wenige Familien gepackt. Für sie wird auch Uwe Schwiering als Ein-Euro-Jobber weiter mit anpacken, die Warenlieferungen von Einzelhandelsgeschäften durchsehen, zu Weihnachten Apfelsinen und Mandarinen sortieren und die Kartons packen. Sylvia Stolte ist mit von der Partie. Täglich schmiert sie im Haus der Tafel an die 40 Pausenbrote für bedürftige Kinder der Förderschule, die sonst ohne Frühstück ihren Schulalltag meistern müssten. Aufschnitt und Streichwurst gibt es von der „Kindertafel“ wie Kluge sagt, die je nach Bedarf Sonderabgaben bereithält. Es seien alles Spenden von Unternehmen, wie der Bäckerei Klug in Gadebusch, die solch eine Hilfe ermöglichen. Und Hilfe, ja die könne die Tafel weiter gebrauchen, meint Karin Kluge und wünscht sich, dass weitere Discounter vor Ort die Lebensmittel für Bedürftige bereitstellen und nicht entsorgen. Darüber hinaus sind Spenden über die SVZ-Aktion „Unsere Hilfe für die Tafeln“ möglich.


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