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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

22. November 2017 | 21:40 Uhr

Kita Lützow : „Spatzennest“ eingeweiht

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Kita feiert 60 Jahre Kinderbetreuung und frisch saniertes Gebäude in einem / Gesamtinvestition beträgt 1,42 Millionen Euro

svz.de von
erstellt am 02.Sep.2016 | 04:45 Uhr

Für zahlreiche Dorfbewohner war gestern ein echter Feiertag. Grund dafür ist die Kita „Spatzennest“. Diese ist zum einen nach einer elf monatigen Totalsanierung quasi neu eröffnet worden. Zum anderen ist die Kinderbetreuung in Lützow generell 60 Jahre alt geworden. „Vor 25 Jahren war ich selbst in der Kita. Seit dieser Zeit hatte sich an dem Gebäude nicht viel verändert. Aus diesem Grund hatte sich die Gemeindevertretung vor zwei Jahren für die Sanierung ausgesprochen“, erklärt Bürgermeister Tino Waldraff (SPD).

So wie ihm geht es vielen Lützowern, die Einrichtung gehört seit einer gefühlten Ewigkeit zum Dorf. „Heutzutage betreue ich schon die Kinder der Kinder, die ich einst auch schon hier hatte“, wirft Leiterin Heike Waldschmidt einen Blick zurück. Die 50-Jährige ist bereits seit 30 Jahren in dieser Einrichtung beschäftigt. Deshalb liegt ihr das Haus auch besonders am Herzen. „Als das im September vergangenen Jahres hier los ging, als die Bagger durch ein Loch in der Wand in die Räume gefahren sind und alles rausgerissen haben, da wurde mir schon etwas anders“, beschreibt die Erzieherin ihren Gemütszustand von damals. Schließlich hatte man ja bis dato alles gehegt und gepflegt.

Am Ende stand nur noch die Hülle. Selbst das Dach wurde neu gemacht. Als dann aber im Januar die Planungen der neuen Raumaufteilung und Inneneinrichtung Formen angenommen hatten, war auch Leiterin Waldschmidt voller Vorfreude. „Das Haus ist jetzt auf dem aktuellen Standard. Wir haben nun zum Beispiel für die Krippenkinder einen kompakten Bereich, in dem Gruppen-, Schlaf- und Waschraum direkt aneinander grenzen. Auch der 400 Quadratmeter große Innenhof ist als separater Außenbereich für die Kleinen hinzu gekommen“, so Waldschmidt. Eine weitere Besonderheit ist die hausinterne Küche, in der täglich 200 Portionen Mittagessen frisch gekocht werden. Sie ist das Reich von Uta Montag: „Wir sind zertifiziert, bei uns werden auschließlich frische Produkte verwendet. Ohne Geschmacksverstärker und Konservierungsmittel“, sagt die Köchin stolz. Das von ihr und einer weiteren Mitarbeiterin zubereitete Essen lassen sich auch die Kinder von Hort und Schule, Mitarbeiter des Amtes und einige Rentner schmecken.

Nachdem am Morgen die offiziellen Vertreter, allen voran Landessozialministerin Birgit Hesse (SPD), Landrätin Kerstin Weiß (SPD), Bürgermeister Tino Waldraff und die Geschäftsführerin des Trägers Felicitas gGmbH aus Wismar, Wibeke Mantei die Neueröffnung vollzogen hatten, waren am Nachmittag die Eltern dran. Sie konnten sich die Einrichtung anschauen und bekamen auch das Programm vom Morgen noch einmal von den Kleinen präsentiert.

Insgesamt wurden 1,42 Millionen Euro in die Komplettsanierung investiert. Gefördert durch den Landkreis Nordwestmecklenburg mit 500 000 Euro sowie den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes.

60 Kinder besuchen derzeit die Einrichtung, das sind nur drei unter der Kapazitätsgrenze. Für die fünf Gruppen, zwei davon im Krippenalter, stehen mehr als 20 Räume auf 776 Quadratmetern zur Verfügung. Hinzu kommt ein Außenbereich von zusammen 2400 Quadratmetern, der zum Spielen einlädt.

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