Investition : Spatenstich: Rehna Nord wächst

Symbolischer Spatenstich: Wirtschaftsminister Harry Glawe, Landrätin Kerstin Weiss, Bürgermeister Hans Jochen Oldenburg und Amtsleiter Hans Martin Buschhart geben das Gelände für den Baustart frei. Fotos: volker bohlmann
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Symbolischer Spatenstich: Wirtschaftsminister Harry Glawe, Landrätin Kerstin Weiss, Bürgermeister Hans Jochen Oldenburg und Amtsleiter Hans Martin Buschhart geben das Gelände für den Baustart frei. Fotos: volker bohlmann

Land fördert Erweiterung des Gewerbegebietes mit 710 000 Euro

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07. November 2014, 00:08 Uhr

Renè Klink aus Benzin schaut optimistisch in die Zukunft. Der Unternehmer aus dem kleinen Ort nahe Rehna wird ab Frühjahr 2015 ein modernes Recyclingzentrum in der nordwestmecklenburgischen Kleinstadt errichten: „Im Frühjahr 2015 wollen wir mit unserem Investitionsvorhaben beginnen, dem Aufbau eines Elektro-Recycling-Rückbauzentrums für Kühlgeräte und Elektroschrott.“ Ziel ist die Rückgewinnung wertvoller und mittlerweile auf dem Weltmarkt teurer Rohstoffe.

Bevor Klink und seine Planer anrücken, wird das Gewerbegebiet Nord erweitert. Den offiziellen Spatenstich dafür vollzogen gestern Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU), Landrätin Kerstin Weiss, (SPD), Rehnas Bürgermeister Hans Jochen Oldenburg sowie Amtsleiter Hans Martin Buschhart.

Der symbolische Spatenstich gilt als Start für ein Gemeinschaftsprojekt, das in seiner Planung bereits vor eineinhalb Jahren begann. „Wir haben damals gesagt, dass wir das Projekt auf den Weg bringen und Wort gehalten“, so Glawe. Man habe vor Ort die Förderinstrumentarien des Landes und Kreises optimal genutzt. Ein Zusammenspiel, das der Stadt Rehna eine stattliche Fördersumme von 710 000 Euro sichert. „Das ist eine 80-prozentige Förderung. Dafür möchten wir uns als Stadt beim Land bedanken“, sagt Stadtoberhaupt Hans Jochen Oldenburg.

Die Erweiterung am Standort Rehna sieht Landrätin Weiss als wichtigen Baustein zur weiteren Stärkung der Wirtschaftskraft im Nordwesten. „Das ist gut für Rehna, aber wir wünschen uns weitere Unterstützung, eine klare Benennung der Gewerbegebiete im Raumordnungsprogramm des Landes“, sagt Weiss. Grund: Im neuen Entwurf finden Gewerbegebiete wie Schönberg und Rehna keine besondere Beachtung. Weiss befürchtet Auswirkungen auf Förderprojekte wie in Rehna, und fordert Glawe auf, die „Planungen um die Standorte zu ergänzen“. Ob und wie das möglich sein wird, dazu äußerte sich Glawe im anschließenden SVZ-Gespräch nicht. Er verwies auf die zuständigen Gremien und auf eine insgesamt positive Entwicklung in Westmecklenburg.

Mit der Erweiterung von Rehna Nord wächst die Gewerbegebietsfläche auf 68 Hektar. Glawe bescheinigte den Rehnaern eine erfolgreiche Entwicklung, und somit viel Auslastung. Am Standort produzieren 14 mittelständische Unternehmen, finden 180 Frauen und Männer Arbeit. Eine Entwicklung, die durch die günstige Lage zwischen A 20 und A 24 begünstigt wird. So befinden sich am Standort Rehna Firmen aus der Nahrungsmittelindustrie, dem Metallbau, Tischlerhandwerk, der Hydraulik, Messtechnik, Kunststoffverarbeitung, Steuerungselektronik und Informationstechnologie.

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