Gadebusch/Wismar : Sparkasse will Kontogebühren erhöhen

Bankinstitut reagiert auf Niedrigzinsen – Filialnetz bleibt aber weiterhin bestehen

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21. Juni 2019, 05:00 Uhr

In Zeiten niedriger Zinsen investieren offenbar immer mehr Menschen in Nordwestmecklenburg in ihr eigenes Zuhause. So hat allein die Sparkasse Mecklenburg-Nordwest in den ersten vier Monaten des Jahres rund 18,5 Millionen Euro an neuen Wohnungsbaudarlehen ausgeliehen und legte damit nochmal gegenüber dem guten Vorjahreswert zu. Allerdings hat die Niedrigzinspolitik auch eine Kehrseite. So müssen tausende Kunden der Sparkasse mit steigenden Kontogebühren rechnen. Demnach wird der monatliche Grundpreis je nach Leistungsbedarf und Kontomodel künftig 3,49 Euro, 6,99 Euro oder 8,99 Euro betragen. Derzeit werden monatliche Kontogebühren von 2,99 Euro, 4,99 Euro und 7,49 Euro erhoben.

Gleichzeitig erweitert die Sparkasse ihre Girokonten um zusätzliche digitale Dienstleistungen. So wird beispielsweise ab dem 1. September bei allen Online-Konten ein Elektronischer Safe integriert und auch das Bezahlen mit digitaler Debitkarte wird schon im monatlichen Grundpreis enthalten sein. Das Jugendgirokonto für alle jungen Kunden bis 25 Jahre bleibt weiterhin als Starthilfe kostenfrei.

Vorstandsmitglied Kay Facklam betonte in Wismar, dass andere Banken auf die gegenwärtige Zins- und Ertragssituation reagieren, indem sie sich aus der Fläche zurückziehen und Geschäftsstellen schließen. Die Sparkasse dagegen werde diesen Weg bewusst nicht einschlagen. Sie will stattdessen weiterhin mit ihrem Geschäftsstellennetz in Nordwestmecklenburg präsent bleiben und in ihre Geschäftsstellen investieren. So wird die Wismarer Geschäftsstelle Kagenmarkt Ende September neue Geschäftsräume beziehen und die Planungen für eine neue Geschäftsstelle in Gadebusch sind im vollen Gange.

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