Jahresbilanz : Sparkasse profitiert von eifrigen Häuslebauern

Manuel Krastel (l.) und Kay Facklam von der Sparkasse Mecklenburg-Nordwest ziehen alljährlich Bilanz. 2017 lief für das Kreditinstitut zufriedenstellend.
Manuel Krastel (l.) und Kay Facklam von der Sparkasse Mecklenburg-Nordwest ziehen alljährlich Bilanz. 2017 lief für das Kreditinstitut zufriedenstellend.

Das Kreditgeschäft sorgt für Umsatz. Das Wertpapiergeschäft steigt deutlich.

svz.de von
02. Februar 2018, 20:45 Uhr

Sie sind zufrieden bei der Sparkasse Mecklenburg-Nordwest. „Durchaus zufrieden“, sagt der Vorstandsvorsitzende Manuel Krastel. Das Geschäftsjahr 2017 lief gut.

Und dieses „zufrieden“ macht Krastel daran fest, dass Kunden der Sparkasse sich mit dem Thema Niedrigzins auseinander gesetzt haben. „Das ist richtig und gut.“

In Zeiten, in denen Sparbücher oder Konten kaum noch Zinsen erwirtschaften, hätten immer mehr Kunden Vertrauen in Wertpapiere beziehungsweise Wertpapierfonds gefasst.

In diesem Bereich lässt sich noch Geld verdienen. Krastel verweist auf die Entwicklung des DAX. In den vergangenen fünf Jahren habe sich sein Wert nahezu verdoppelt. Wer also in in Aktien, Aktienfonds und Co. Investiert hat, kann sich freuen.

Das Wertpapiervermögen der Sparkassenkunden beläuft sich auf 181 Millionen Euro. Um 27 Millionen ist es im vergangenen Jahr gewachsen. „Im Vergleich zu 2016 hat sich die Summe fast vervierfacht“, sagt Krastel. „Wir wollten mit unseren Kunden darüber besser ins Gespräch kommen und das ist uns deutlich besser geglückt.“

Es liegt im ureigenen Interesse der Sparkasse „parkendes Geld“, wie Krastel es nennt, in Anlagen umzuleiten, mit denen Geld verdient wird. Das Kreditinstitut muss sonst an die Europäische Zentralbank einen Strafzins zahlen, immerhin 0,4 Prozent. Mehr als so mancher für Geld auf dem Sparbuch bekommt.

Ein weiteres Geschäftsfeld, das der Sparkasse Umsatz beschert, sind Kredite. 97,4 Millionen Euro wurde 2017 bewilligt. „Das ist sehr, sehr viel für uns“, sagt Kay Facklam, Mitglied des Vorstands. Das Gros davon entfällt auf den Wohnungsbau. Bei Zinsen von rund zwei Prozent, sei die Finanzierung der eigenen vier Wände für viele erschwinglich.

Doch trotz der guten Geschäftszahlen erteilt Vorstandsvorsitzender Manuel Krastel möglichen Zahlungen der Sparkasse an öffentliche Haushalte, wie dem des Landkreises, eine Absage. Als öffentlich-rechtliches Kreditinstitut könnte die Sparkasse von seinem Überschuss Geld ausschütten. Krastel begründet das damit, das Eigenkapital der Sparkasse weiter aufstocken zu wollen. Dieses Eigenkapital soll sicherstellen, dass die Sparkasse ihren laufenden Betrieb erhalten kann und Geschäfte, wie die Kreditvergabe absichert. Aktuell sind dafür acht Prozent vorgeschrieben. Das schafft die Sparkasse. In den nächsten Jahren soll dieser Wert auf über zehn Prozent steigen. Krastel hält 15 Prozent für besser und das schaffe die Bank gerade so.

Ob die Sparkasse Geld ausschütten soll, entscheidet der Verwaltungsrat des Kreditinstituts. In dem sitzt auch Landrätin Kerstin Weiss. Die Sparkasse und ihre Stiftung haben im vergangenen Jahr d 590.000 Euro an gemeinnützige Vereine und Institutionen gezahlt.

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