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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

22. Oktober 2017 | 23:14 Uhr

Gadebusch : Spannendes aus dem Mittelalter

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Förderverein der Stadtkirche gibt Broschüre für historischen Stadtrundgang heraus und listet Hexenprozesse rund um Gadebusch auf

von
erstellt am 23.Aug.2017 | 05:00 Uhr

Was mit einem Nachbarschaftsstreit um ein Schaf begann, wurde für eine Frau zum Martyrium. Nach ihrer Inhaftierung und vier Foltergängen starb die Frau im 17. Jahrhundert in Gadebusch. Sie ist damit eine von vielen, die zwischen 1573 und 1693 Opfer der Hexenverfolgung in und um Gadebusch wurden.

Wer diese Menschen waren und was aus ihnen wurde, können Geschichtsinteressierte ab sofort in der Broschüre „Historischer Stadtrundgang Gadebusch“ nachlesen. Denn darin sind auch die Hexenprozesse rund um Gadebusch aufgelistet.

1000 Exemplare dieser Broschüre wurden gedruckt und geben einen Einblick in die Geschichte einer der ältesten Städte Mecklenburgs. Dabei spannen die Autoren Gerhard Schotte und Klaus Leuchtemann einen Bogen vom 14. bis ins 18. Jahrhundert. „Dabei war es uns wichtig, die Entwicklung der Stadt, die angrenzenden Ortschaften, die vergessenen Straßen und Stadttore zu beschreiben, die längst aus dem Stadtbild verschwunden sind“, sagt Schotte. Illustrationen, alte Stiche, Fotos lassen erahnen, wie das Leben einstmals ausgesehen hat.

Mit der Broschüre – die eine englische Übersetzung der Texte beinhaltet – kommen die Autoren einem Wunsch vieler Gadebuscher entgegen, die sich bereits auf einen historischen Stadtrundgang mit neun Stelen begeben hatten. Sie fragten danach an, ob es nicht auch eine Broschüre dazu geben könnte? Dies gab den Ausschlag für die Erarbeitung des nun fertiggestellten Projektes.

Anne Kolbow hieß übrigens jene Frau, der das Gerücht eine Hexe zu sein, im 17. Jahrhundert in Gadebuschdas Leben kostete. Jahre später wurden der gerichtsführende Stadtvogt und der damalige Bürgermeister wegen mangelhafter Verfahrensführungzu einer Strafe von 200 Reichtsalern verurteilt – nachzulesen ist auch das in der neuen Broschüre.  

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