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„boulevArt“ in Wismar : Spannend, vielfältig und skurril

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Ab heute zeigt sich Wismar für drei Tage von einer bunten, künstlerischen Seite und lädt zum internationalen Straßenfest „boulevArt“

Bunt, bunter, „boulevArt“ – ab heute präsentieren die Lebenshilfe gGmbH Kunst und Kultur und das Theater der Hansestadt Wismar zum elften Mal das internationale Straßenfest „boulevArt“ in der Altstadt und im Alten Hafen von Wismar.

Ein Besuchermagnet für Einheimische und Touristen gleichermaßen. Ein kunterbunter Farbtupfer in diesen heißen Sommertagen. Spannend, vielfältig, skurril, grenzüberschreitend. Über 150 behinderte und nicht behinderte Künstler aus Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Schweden, Spanien, Ungarn und Australien machen die Altstadt und den Alten Hafen zur großen Open-Air-Bühne und „boulevArt“ zu einem einzigartigen Fest der Begegnung.

Erneut reicht die künstlerische Bandbreite dabei nicht nur vom kleinen Walkact bis zur großen Platzbespielung, vom Gesangsduo bis zum zwanzigköpfigen Klangkörper. Sondern auch – und das ist ein Charakteristikum dieses Festivals – von Clownerieen und Slapstick hin zu theatralen Auseinandersetzungen. Die verhandeln wesentliche Fragen unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens.

Heute geben ab 19.30 Uhr einige der boulevArt-Künstler zum Auftakt am Alten Hafen schon erste künstlerische Visitenkarten ab. Ein überraschender Staatsbesuch mit Kutsche ist dabei ebenso zu erleben wie ein eigenwilliger kleiner Elefant oder tanzwütige Damen, ehe auf der Musikbühne Lizzie Emeh aus London den Hafen mit Soul und Jazz verzaubert.

Ab 22 Uhr erzählt Theater Tuig am Alten Hafen ganz ohne Worte eine Geschichte, die unter die Haut geht. Eine eigenwillige Maschinenkonstruktion, ein Eisenrad ragt in den Himmel, darunter ein leerer Raum. Dann beginnt das Rad sich zu drehen, die Szenerie beginnt zu leben – ein überdimensionales Marionettentheater setzt sich in Bewegung. Die menschliche Habgier steht im Mittelpunkt des Geschehens und wird in poetische Bilder übersetzt. Stillstand ist Rückschritt, das Rad muss sich drehen, schneller und schneller, bis hin zur drohenden Katastrophe, bei der die Miniaturwelt auf der Bühne aus den Fugen gerät.

Theaterensembles und Musikgruppen machen dann am Sonnabend ab 11 Uhr und am Sonntag ab 13 Uhr die Altstadt zur großen Bühne.

Der Sonntagnachmittag bietet zudem ein umfangreiches Kinder- und Familienprogramm am Alten Hafen. Tonfisch bringt zum Auftakt „zwischen Luv und Lee“ ein turbulentes Musiktheater für Kinder ab 3 Jahren auf die Bühne.

Jede Menge Mitmachaktionen für Jung und Alt sorgen dafür, dass aus dem Zusehen auch ein kreatives Mitmachen wird – ehe die Publikumslieblinge von The Beez mit ihren herzerfrischenden Coverversionen und einigen neuen Songs das Festival sonnig ausklingen lassen.


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erstellt am 29.Jul.2016 | 12:00 Uhr

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