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Stiftung verteilt Gelder in Rehna : Spätgotische Malerei wird gesichert

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Kirchgemeinde Rehna startet Restaurierung: Sparkassenstiftung reicht 78 500 Euro für 17 Projekte im Landkreis aus

Die historischen spätgotischen Wandmalereien in der Klosterkirche Rehna werden für nachfolgende Generationen konserviert. Möglich wird dies durch eine Förderung der Stiftung der Sparkasse Mecklenburg-Nordwest, die mit 78 500 Euro insgesamt 17 regionale Projekte fördert.

Bärbel Schimanek von der Evangelischen Kirchgemeinde Rehna schaut voller Hoffnung bei der Fördermittelübergabe auf die Malereien auf der Südwand der Kirche. „Die Vorbereitungen für eine Restaurierung laufen seit gut zwei Jahren. Da das Projekt bislang an der Finanzierung scheiterte, war eine Umsetzung nicht möglich“, so Schimanek.

Dass den mittelalterlichen Malereien eine besondere Aufmerksamkeit zu Teil wird, hält der stellvertretende Stiftungsvorsitzende Mario Löscher für gerechtfertigt: „Die Werke sind nicht allein sehenswert, sondern stehen für Verbindungen zu kirchlichen Bauwerken in Schleswig und der Hansestadt Lübeck.“ Mit der in diesem Jahr anstehenden Restaurierung erfolgt zugleich die Aufwertung der Klosterkirche in Rehna.

Deutlich mehr Platz zur Durchführung von Ausstellungen erhält mit einer Förderung auch das Feuerwehr Museum in Meetzen. „Unsere Fahrzeughalle erhält eine Zwischendecke. Der neu entstehende Raum ermöglicht es uns thematische Ausstellungen zu Themen wie Feuer durchzuführen“, sagt Leiter Uwe Rosenfeld. Somit könne das Museum und der gemeinnützige Verein Schulklassen und Besuchern eine umfassendere Wissensvermittlung anbieten.

Spielerisch geht es im Amtsbereich Lützow-Lübstorf weiter. Die Gemeinde Brüsewitz und der Ort Groß Brütz freuen sich über reichlich Nachwuchs. Bislang fehlt allerdings ein Spielplatz. Dieses Projekt nahmen dort die Eltern selbst in die Hand. Bürgerliches Engagement, das die Sparkassenstiftung mit finanzieller Förderung weiter unterstützt. „Das ist Hilfe zur Selbsthilfe“, betont der stellvertretende Stiftungsvorsitzende Mario Löscher. Er bezeichnete das Spielplatzprojekt als beispielgebend. Bürgermeister Manfred Dutz hatte einen weiteren Anlass zur Freude. Seine Kommune ist Ausrichter des Landeserntedankfestes, das am 2. Oktober stattfindet. Die Kommune schultere die aufwändigen als auch kostspieligen Vorbereitungen. Dafür gab es eine weitere Förderung durch die Sparkassenstiftung. „70 verschiedene ,Bilder‘ sind für den Umzug angemeldet. Wir rechnen mit 20 000 Besuchern. Wir danken der Stiftung für diese Unterstützung“, so Dutz.

Nicht außer Acht ließ das Kuratorium bei seiner Auswahl soziokulturelle Projekte. Der „Kunstverein Kaso Wismar e.V.“ betreibt seit zwölf Jahren eine offene Werkstatt, die sich eine Unterstützung von sozialschwachen Gruppen unserer Gesellschaft auf die Fahnen geschrieben hat. Was das bewirken kann, verdeutlichte Teilnehmer Helge Sengpiel an seiner Geschichte. Nach Abbruch des Studiums und fehlender Berufsausbildung, engagiert er sich im Verein. Mit Erfolg: „Ich konnte ein neues Studium aufnehmen und mit einem Zensurendurchschnitt von 1,9 das erste Semester meistern.“ Menschen wie er, die den Faden im Leben verloren haben, den müsse geholfen werden, resümiert Kaso-Leiterin Karin Auerbach.

Mit der Fördermittelvergabe durch die Stiftung der Sparkasse wurden schwerpunktmäßig Kinder- und Jugendprojekte (43 700 Euro), Kunst und Kultur (12 000 Euro), soziale Aufgaben (11 500 Euro), Heimatkunde (7 500 Euro) und Denkmalpflege (3800 Euro) an engagierte Institutionen vergeben. Stiftungsvorsitzender Thomas Beyer, Bürgermeister von Wismar, dankte den Ausgezeichneten für ihre Arbeit, die solch vielfältige Projekte erst möglich mache.

 

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erstellt am 25.Mai.2016 | 21:48 Uhr

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