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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

24. September 2017 | 08:55 Uhr

Kaeselow : Sorgen mit dem Feuerlöschteich

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Seit zwei Jahren ringt die Gemeinde Lützow für Kaeselow um eine Wasserversorgung im Brandfall – 15 000 Euro sind nun freigegeben

svz.de von
erstellt am 26.Jul.2017 | 21:00 Uhr

Bereits seit zwei Jahren haben die Einwohner des zur Gemeinde Lützow gehörenden Ortes das mulmige Gefühl, dass sie in einem Brandfall nicht genug Löschwasser zur Verfügung haben. Denn seit dieser Zeit gibt es hier keinen Feuerlöschteich mehr – so genannte Schadnager hatten die Folie zerstört und dem Teich so langfristig das Wasser abgegraben. Versuche, das zu reparieren, scheiterten. „Wir haben lange und mehrfach darüber in der Gemeindevertretung diskutiert, ob wir einen neuen Löschwasserteich bauen oder eine alte Klärgrube als Zisterne nutzen“, sagt Bürgermeister Tino Waldraff.

Begleitet von Fachgutachten und Ratschlägen aus dem Amt Lützow-Lübstorf entschied man sich dann für die Zisternen-Variante, schüttete den alten Teich zu und zog um das geplante neue Wasserreservoire vorsorglich einen Zaun. „Leider mussten wir dann feststellen, dass die Zisterne das Wasser nicht halten kann“, beschreibt das Gemeindeoberhaupt das Dilemma. Mittlerweile liegt ein Angebot vor, was die Ertüchtigung des am Boden mit magerem Stampfbeton versehenen Behälters kosten würde: Summa summarum etwa
15 000 Euro. Eine Garantie für die anschließende Dichtigkeit gibt es aber nicht. „Ich weiß nicht, ob wir unter diesen Umständen das Geld dafür bewilligen sollten“, meldet Dorina Klabunde auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung ihre Zweifel an. Die zweite stellvertretende Bürgermeisterin wohnt seit 40 Jahren in dem Ort, kennt die Geschichte um den alten Löschwasserteich ganz genau. „Die Wühlmäuse haben die Folie erst beschädigt, als im Teich kein Wasser war. Bei einem vollen Teich passiert so was nicht, ist auch die ganzen Jahre davor nichts gewesen“, wirft sie ein. Sie ärgert sich über das mit dem Zaunziehen bereits ausgegebene Geld und fragt, inwieweit das Amt durch die in ihren Augen Falschberatung eine Mitschuld an dieser Situation trägt.

Klabunde favorisiert nach wie vor den Bau eines neuen, mit Folie ausgekleideten Teiches. Der würde in etwa das gleiche Geld kosten. Mit diesem Vorschlag stößt sie bei den anderen sechs anwesenden Gemeindevertretern auf taube Ohren – zu groß ist die Angst davor, dass der Gutachter recht hat und die Nager den neuen Teich zerstören. Und außerdem: Wohin sollte der neue Teich? „Wir haben den alten bereits zugeschüttet und wollen dieses Gemeindeland als Baugrundstück verkaufen“, erklärt Tino Waldraff.

Letztendlich einigt man sich auf Vorschlag des ersten stellvertretenden Bürgermeisters, Georg Maas darauf, die 15 000 Euro erst einmal zu bewilligen. Unter der Maßgabe, dass mit der bauausführenden Firma noch einmal die verschiedenen Varianten geprüft werden. Unter anderem, ob eventuell eine Auskleidung der Zisterne mit Folie die Lösung sein könnte. So soll verhindert werden, dass weder Geld noch Löschwasser ungenutzt verrinnt.

„Ich möchte dieses Thema endlich vom Tisch und spätestens zum Ende des Sommers genug Löschwasser im Ort zur Verfügung haben“, sagt Tino Waldraff und setzt damit ein klares Ziel.

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