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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

18. November 2017 | 04:09 Uhr

INVESTITION : Sorge um Schulstandort Carlow

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Gemeindevertreter wollen im dritten Anlauf über eine Modernisierung beraten / Knackpunkt sind jedoch die Schülerzahlen

svz.de von
erstellt am 29.Dez.2015 | 14:26 Uhr

Aller guten Dinge sind drei. Und so darf man in Carlow jetzt wohl bester Dinge sein, dass sich die Gemeindevertreter am 14. Januar kommenden Jahres im nunmehr dritten Anlauf mit der Zukunft der örtlichen Grundschule befassen. Denn in den Sitzungen vom 3. und 17. Dezember wurde der Tagesordnungspunkt jeweils vertagt. „Wir benötigen noch die Zuarbeit eines zweiten Architekturbüros mit einer entsprechenden Empfehlung, wie es mit einer möglichen Modernisierung der Schule weitergehen könnte“, sagt Carlows Bürgermeister Norbert Baumann.

Dabei dürften gleich mehrere Fragen aufgeworfen werden. Soll ein Anbau realisiert werden oder ein reiner Umbau? Plant man mit oder ohne einen neuen Hort? Vor allem aber, was kostet das Ganze und wie kann die Investition in eine Schulmodernisierung nachhaltig abgesichert werden? Denn was nützt es, heute zu investieren, wenn in fünf Jahren zu wenig Schüler da sind? „Bis 2020 ist der Status als so genannte ,Kleine Grundschule auf dem Lande’ gesichert. Danach gibt es bei unseren Schülerzahlen allerdings einen Bruch“, sorgt sich Norbert Baumann.

Ähnliche Probleme sieht man in einer Nachbargemeinde auf sich zukommen. Zwar verfügt die Grundschule in Roggendorf ebenfalls über den Sonderstatus „Kleine Grundschule auf dem Lande“. „Doch wenn die Landesregierung eines Tages auch für Grundschüler eine freie Schulwahl beschließt, könnte es kritisch werden“, befürchtet Bürgermeister Rico Greger.

Denn die kleinen Grundschulen existieren überhaupt nur noch aufgrund ihres Sonderstatus. Ein langfristiger Bestand ist mit diesem nicht gesichert und größere Investitionen nur schwer zu realisieren, weil auch der Landkreis keine Fördermittel zur Verfügung stellen kann. „Doch sowohl in Carlow als auch bei uns in Roggendorf besteht erheblicher Investitionsbedarf, wenn man die Schulen richtig schick machen will“, sagt Rico Greger, der zugleich Vorsitzender des Bildungsausschusses des Nordwest-Kreistags ist.

Doch zumindest in Carlow keimt Hoffnung. Denn mit dem in Planung befindlichen Wohngebiet „Schönberger Straße“ soll frisches Blut in die Gemeinde kommen. 14 Einfamilienhäuser sollen hier auf einer Fläche von 2,4 Hektar entstehen. Im Frühjahr 2017 könnte auf den ersten der zwischen 800 und gut 1200 Quadratmeter großen Grundstücke der Spatenstich erfolgen. Bürgermeister Norbert Baumann: „Ich hoffe, dass sich hier junge Familien mit Kindern ansiedeln.“

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