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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

21. Oktober 2017 | 23:34 Uhr

Gadebusch : Sommerschlacht auf Schießplatz

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Das Punkrock-Festival des Vereins „Kultur & Toleranz“ findet bereits zum 13. Mal statt. 14 Bands spielen an zwei Tagen auf drei Bühnen

svz.de von
erstellt am 04.Aug.2017 | 21:00 Uhr

In wenigen Tagen heißt es wieder Sommerschlacht auf dem Schießplatz in Wakenstädt. Zum 13. Mal trifft sich dort am 11. und 12. August die Punkrock-Szene. An den zwei Tagen stehen nach jetzigem Stand 14 Bands auf der Bühne. Sie kommen aus allen Ecken der Bundesrepublik als auch aus Graz, Moskau und sogar Melbourne. „Die Bands aus dem Ausland sind das erste Mal bei der Sommerschlacht dabei. Sie touren gerade durch Deutschland“, erklärt Johannes Grunberg.

Der Gadebuscher ist nicht nur Mitglied im Verein „Kultur & Toleranz“ (KuT). Er spielt auch bei „DonKanaille“, einer Punkrock-Band die in der Münzstadt zu Hause ist. „Na eigentlich hat das ja so begonnen, dass man sich erst in dem Verein getroffen hat und dann erst begann, Musik zu machen“, schaut der junge Mann zurück. Seit einigen Jahren tritt er nun schon mit seinen Bandkollegen bei solchen Veranstaltungen wie „JuRoTo“ (Jugend rockt für Toleranz) in Gallentin am Schweriner See oder eben der Sommerschlacht in Wakenstädt auf. In diesem Jahr allerdings nicht. „Wir konzentrieren uns voll auf die Organisation und den reibungslosen Ablauf des Festivals“, erzählt Jo, wie ihn seine Freunde nennen. Kein Wunder, wird doch auf insgesamt drei Bühnen gespielt: Der Hauptbühne, der Schießbude, gemeint ist hier die Langschussbahn, auf der während des Festivals auch Kino gezeigt wird und im Zirkuszelt. Letzteres dient auch als Kleinkunstbühne. „Das bringt mehr Abwechslung in die Sache und außerdem treten dann nicht so lange Pausen wegen des Umbaus auf“, macht der Don Kanaille-Gitarrist deutlich.

Neben der für viele Ohren recht alternativ klingenden Musik gibt es auch eine Versorgung mit alternativem Essen. „Die angebotene Verpflegung wird rein vegetarisch, wenn nicht sogar vegan sein“, verrät Johannes Grunberg. Das übernimmt u.a. „Grüne Kombüse“ aus Rostock.

Etwa 900 Besucher werden an den beiden Tagen erwartet, die sich von überall her auf den Weg machen. Sie werden wie gewohnt auf dem Festival-Gelände campieren, in Zelten, Autos und Kleinbussen. „Das Festival hat sich inzwischen etabliert. Wir haben mal mit 250 Besuchern angefangen, rote Zahlen geschrieben und unser privates Geld eingesetzt“, schaut Jo zurück.

Los geht es am Freitag, dem 11. August, um 18 Uhr. Der Veranstaltungsschluss ist für 1 Uhr Samstagnacht avisiert. „Dieses Jahr wird es keine Sonntags-Abriss-Aftershow-Party auf dem Gelände geben. Bitte reist am Sonntag ab, so dass wir entspannt mit dem Abbau beginnen können und unser Festivalgelände nicht wieder nach nur einem Nachmittag aussieht wie drei Jahre Krieg“, heißt es auf der Internetseite von KuT.

Der Verein plant für dieses Jahr noch eine weitere Veranstaltung: Anfang Oktober feiert Kultur & Toleranz e.V. sein 20-jähriges Bestehen. Wie genau die Feierlichkeiten aussehen, steht derzeit noch nicht fest.

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