zur Navigation springen
Gadebusch-Rehnaer Zeitung

23. Oktober 2017 | 02:49 Uhr

Rehna : Sommermahd: Rein in die Wiese

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Schüler pflegen vor Ferienbeginn den Bauteich und die Orchideenwiese am Wanderweg entlang der Radegast

Nun können sie starten, die verdienten Sommerferien! Bei herrlichem Wetter wurden von ausgewählten Schülern der 7.Klasse zuvor ein ganz praktisch Einsatz gefordert: Für den Erhalt und die Pflege einiger innerstädtischer Gewässer und der Orchideenwiese wurde eine Mahd und Gewässerpflege durchgeführt.

Im Blickpunkt der Schüler standen der naturnahe Bauteich und der Karpfenteich im Heinrich-Sternberg- Stadtpark. Hier leisten die Rehnaer Schüler schon seit vielen Jahren stets einen kleinen, aber ganz konkreten Beitrag. Ganzjährig und je nach Arbeitsaufkommen sind die Jungs und Mädchen integriert in Pflege und Gestaltung des naturnahen Parks der zu Heinrich Sternbergs Zeiten sogar als Lehrpfad angelegt war.

An den vergangenen Tagen ging es vor allem den zu stark gewachsenen Wasserpflanzen an den Kragen. „Ein Anzeichen für Nährstoffreichtum (Eutrophie), also ,fruchtbares‘ Wasser“, sagt Biolehrer Torsten Richter.

Mit verschiedenen Harken, Forken und Keschern zogen die in Wathosen „gestopften“ Schüler gegen die alljährlich wuchernde Biomasse in den „Feldzug“. Ziel ist es die Wasserfläche der Teiche zu erhalten. Die Teiche sollen offen bleiben und vielen angepassten Wasserorganismen mitten in der Stadt ein Zuhause bieten, erläutert Richter das Projekt. Literweise Schweiß floss auf der Orchideenwiese. Bei gefühlten 30 Grad wurde mit Planen das Mahdgut von der artenreichen Feuchtwiese entfernt. Freundliche Unterstützung erhielten hier die Schüler durch Familie Koch. Erfreut waren die Teilnehmer auch darüber, dass die Aktionen der Schüler von der Stadt Rehna wohlwollend anerkannt und unterstützt werden.

„Die Jugend ist also voll integriert“ und das findet nicht nur Biologielehrer Torsten Richter gut. Viele Bürger und ehemalige Schüler die das aktive Engagement der Schülerinnen und Schüler an den drei Tagen beobachteten, fanden den Einsatz super und sprachen lobende Worte aus. „Praktische Umwelterziehung und -bildung sind jedenfalls eine gute Alternative zu PC-Wahn und Stubenhockerei“ meint Richter. Auch in Zukunft werden sich die Schüler weiterhin für die „Biotope in der Kommune“ einsetzen und ihren bescheidenen Beitrag zu einer schönen und sauberen Heimatstadt leisten, ist sich Richter sicher. Für alle gibt es aber erst einmal Ferien. Die haben sich die Schüler dank der geleisteten Arbeit verdienst.

 


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen