Wakenstädt : Soldatenhütte mit neuer Ausstellung

Das Areal und die Soldatenhütte bei Wakenstädt werden wieder stärker touristisch eingebunden.
Das Areal und die Soldatenhütte bei Wakenstädt werden wieder stärker touristisch eingebunden.

Eröffnung mit schwedischer Beteiligung am 19. August. Tourismuskonzept in Arbeit

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10. August 2016, 04:45 Uhr

Es kommt wieder Leben in die Schwedenhütte am ehemaligen Schlachtfeld bei Wakenstädt. Die unter der Regie des mittlerweile aufgelösten Kulturhistorischen Vereins 1712 errichtete Holzhütte steht nun unter der Verantwortung der Gadebuscher Museumsanlage. „Am 19. August werden wir im Nachbau der Soldatenhütte eine neue Ausstellung zur Schlachtfeldarchäologie und geschichtshistorischen Aufarbeitung eröffnen“, sagt Kulturausschussvorsitzender Klaus Leuchtemann.

Bereits im Frühjahr begannen die Initiatoren oberhalb des Schlachtfeldes die Gedenkstätte und den touristischen Anziehungspunkt der Münzstadt neu zu konzipieren. All das wollen Leuchtemann und weitere engagierte Gadebuscher natürlich den Gästen der schwedischen Partnerstadt Åmål präsentieren. Die weilen anlässlich des Krebsfestes und des Schwedenfestes in Wismar über mehrere Tage in der Münzstadt an der Radegast.

Bürgermeister Ulrich Howest gibt sich im Vorfeld optimistisch: „Die Eröffnung wird der erste kleine Baustein für unser neues touristisches Konzept sein.“ Ziel ist und bleibt, die Bedeutung des Areals herauszuarbeiten, wo sich am 20. Dezember 1712 eine der größten Feldschlachten im Nordischen Krieg ereignete, der schwedische General Stenbock auf dänische und sächsische Truppen stieß. Ereignisse, die für Gadebusch und das Land MV historisch bedeutsam seien.

Im krassen Widerspruch zur touristischen Nutzung der Stätte stehen aus kommunaler Sicht aktuell noch die Landespläne, einen Windpark am Schlachtfeld zu errichten. „Wir haben eine Veränderungssperre erlassen und folglich zwei Jahre Zeit, unser Konzept zu erarbeiten. Am Ende muss wohl geklärt werden, ob die Planungshoheit der Stadt über der der Landesplanung oder umgekehrt steht“, führt Howest weiter aus. Er selbst freut sich auf ein Wiedersehen mit den Gästen aus der Partnerstadt Åmål am kulturhistorischen Ort.

Bei diesem Wiedersehen steht die gemeinsame Geschichte im Mittelpunkt. „Zur Vorbereitung der Ausstellung gelang es uns , den Wakenstädter Olaf Wiegel als ehemaliges Mitglied des Kulturhistorischen Vereins für unsere Arbeit zu gewinnen“, freut sich Leuchtemann. Darüber hinaus gibt es eine wissenschaftliche Betreuung durch den Schlachtfeldarchäologen und Museumspädagogen Arne Hohmann aus Hamburg. „Natürlich ist auch das Landesamt für Denmalpflege eingebunden“, so Leuchtemann. Arne Hohmann schreibt aktuell seine Doktorarbeit zur Thematik und hat für die Gadebuscher an der Erarbeitung zweier Geschichtstafeln mitgewirkt.

Des Weiteren wurde an der Ausstattung der Soldatenhütte gearbeitet. „Wir wollen Besucher vor Ort einen umfassenden Einblick ermöglichen“, so Leuchtemann weiter. Folglich wurde auch das Museumspersonal geschult, welches die Besucher auch vor Ort betreuen könne.

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