Bendhof : Solarpark soll im April ans Netz

Danny Wehnert (2.v.l.) informiert Eigentümer und Investoren auf der früheren Deponie über den aktuellen Stand. Der Brüsewitzer Benjamin Waldszus (2.v.r.) übernimmt die Tief- und Erdfbauarbeiten.
Foto:
1 von 1
Danny Wehnert (2.v.l.) informiert Eigentümer und Investoren auf der früheren Deponie über den aktuellen Stand. Der Brüsewitzer Benjamin Waldszus (2.v.r.) übernimmt die Tief- und Erdfbauarbeiten.

Für die Tief- und Erdbauarbeiten auf der früheren Mülldeponie Bendhof zeichnet ein Unternehmen aus Brüsewitz verantwortlich

svz.de von
13. Januar 2018, 05:00 Uhr

Endlich. Nach gut 16 Monaten auf der Stelle treten scheint nun tatsächlich Bewegung in das Projekt Solapark Bendhof zu kommen. Grundstückseigentümer, Bauherr und Investoren machten sich in dieser Woche ein Bild von den Gegebenheiten vor Ort. „Klappt alles wie geplant, soll Ende April der erste Solarstrom in das Netz der Wemag eingespeist werden“, sagt Bauherr Danny Wehnert.

Nach Aussage des Geschäftsführers der Leipziger Energiegesellschaft hänge der pünktliche Start im Wesentlichen an der Lieferzeit der Trafostation. Planerisch und von Verwaltungsseite seien hingegen alle Ampeln auf Grün gestellt. Lediglich der Lützower Flächennutzungsplan müsse noch vom Landkreis Nordwestmecklenburg unterzeichnet werden.

In der Zwischenzeit legt Benjamin Waldszus schon mal los. Der Brüsewitzer ist mit seiner Firma BeWaTech für die Tief- und Erdbauarbeiten auf dem früheren Deponie-Gelände zuständig. „Konkret sind wir für die Herstellung der Kabeltrassen zuständig sowie für die Verfüllung und Profilierung des Geländes“, sagt Benjamin Waldszus. Dazu müsse eine 30 bis 60 Zentimeter dicke Erdschicht auf das Gelände aufgebracht, verdichtet und glattgeschoben werden.

Der Unternehmer kennt die Deponie wie seine Westentasche. „Der drehte hier mit seiner Moto-Cross-Maschine seine Runden. Das war ja auch eine tolle Fläche dafür“, erzählt Niels Jacobsen. Der Hamburger ist Inhaber der Renergy Entsorgungsmanagement und Rohstoffhandel GmbH, hatte das Gelände von der Stadt Gadebusch erworben und nichts dagegen, dass der Motorsportler sich auf der früheren Deponie austobte. Wie es der Zufall so wollte, stellte sich nach Bekanntwerden der Solarpark-Pläne heraus, dass der Brüsewitzer auch noch ein geeigneter Partner für das Solarpark-Projekt sein könne. „Als wir unser Projekt in der Gemeinde Lützow vorstellten, haben wir versprochen, mit lokalen Firmen zu kooperieren. Versprechen eingelöst“, konstatiert Wehnert zufrieden.

3,5 bis 4 Millionen Euro wird die Errichtung des Solarparks Bendhof den Investor, eine Energiegenossenschaft aus Stuttgart, kosten. Lohnt sich so etwas in der heutigen Zeit noch? „Wenn die Renditeansprüche nicht zu hoch sind, lohnt es sich“, sagt Erol Kiris. Durchschnittlich vier Prozent Dividende schütte die Consilium Erneuerbare Energien eG an seine Mitglieder jährlich aus. Das reiche, so der Genossenschafts-Vorstand für viele glückliche Gesichter.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen