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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

19. Oktober 2017 | 05:48 Uhr

Bendhof : Solarpark soll Ende 2016 stehen

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Leipziger Investor ist zuversichtlich, dass der „Solarpark Bendhof-Nord“ noch in diesem Jahr den ersten Strom liefern kann

svz.de von
erstellt am 03.Mai.2016 | 05:00 Uhr

Ein ausgefahrener Weg, eine meterbreite Öffnung im Zaun, ein Feldhase flitzt über das Gelände. Noch deutet nichts darauf hin, dass auf der ehemaligen Mülldeponie der Stadt Gadebusch durch Sonnenenergie Strom erzeugt werden soll. Doch die Weichen für den „Solarpark Bendhof-Nord“ sind gestellt. Schon Ende des Jahres soll die Anlage in Betrieb gehen und sauberen Strom ins Energienetz der Wemag einspeisen können.

Die Vorbereitungen dafür laufen bei der Leipziger Energiegesellschaft mbH auf Hochtouren. „Wir gehen vom Abschluss des Planverfahrens und im direkten Anschluss mit dem Baubeginn im Oktober 2016 aus. Die Bauzeit wird etwa zwei Monate betragen“, sagt Geschäftsführer Danny Wehnert. Für Planung, Vermessung und Geländepflege habe das sächsische Unternehmen bereits ausschließlich Partnerunternehmen in der näheren Umgebung des künftigen Solarparks finden und unter Vertrag nehmen können.

In der Gemeinde Lützow stößt die Errichtung eines Solarparks auf dem Gelände der früheren Mülldeponie genauso auf Zustimmung wie zuvor in Gadebusch. „Es waren auch schon Einwohner aus dem benachbarten Rosenow bei mir, die das Projekt begrüßen und sagten, dass man dieses forcieren solle“, sagt Tino Waldraff als Bürgermeister der Gemeinde Lützow, auf deren Terrain sich ein Teil des künftigen Solarparks befindet. Die Fläche biete sich ja für eine derartige Nutzung an. Und irgendwann gibts auch noch den positiven Nebeneffekt von Gewerbesteuereinnahmen für die Gemeinde.

Wenn der „Solarpark Bendhof-Nord“ dann spätestens Ende des Jahres soweit ist, um ans Netz zu gehen, ist dieser in der Lage, jährlich fünf Millionen Kilowattstunden Strom zu erzeugen. Ein Ertrag, der so hoch ist, als würde die Sonne 1  000 Stunden mit voller Kraft auf die Solarmodule scheinen. „In der Praxis scheint die Sonne öfter, nur eben nicht mit voller Kraft. Wenn man davon ausgeht, dass eine Privatperson im Haushalt etwa 800 Kilowattstunden pro Jahr an Strom verbraucht, können rechnerisch 6  250 Privatpersonen aus dem Solarpark mit Strom versorgt werden“, rechnet Danny Wehnert vor.

Dass der Solarpark Ende des Jahres bereit ist, den ersten Strom ins Netz der Wemag einzuspeisen, dafür spricht sehr sehr viel. Denn ab 1. Januar kommenden Jahres gibt es ein neues Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien. Dazu Danny Wehnert: „Die neuen Einspeisevergütungen werden sich dann mit Sicherheit verschlechtern, da wollen wir vorher auf jeden Fall fertig sein.“

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