Photovoltaik in Bendhof : Solarpark lässt auf sich warten

Im November 2016 standen schon einmal alle Signale auf Grün. Nun soll dem Baustart für den Solarpark nichts mehr im Weg stehen.
Im November 2016 standen schon einmal alle Signale auf Grün. Nun soll dem Baustart für den Solarpark nichts mehr im Weg stehen.

Nach mehr als einem Jahr Verzögerung könnte der Baustart auf der früheren Mülldeponie Bendhof aber bald erfolgen

svz.de von
04. Januar 2018, 21:00 Uhr

Neues Jahr, neues Glück? Vielleicht klappt es ja in diesem Jahr mit der Inbetriebnahme des Solarparks Bendhof-Nord. Ursprünglich sollte bereits seit Anfang vergangenen Jahres auf der ehemaligen Mülldeponie der Stadt Gadebusch durch Sonnenenergie Strom erzeugt werden. Doch daraus wurde nichts, Bau und Inbetriebnahme verschoben sich mehrfach. Doch nun scheinen endlich alle Hürden aus dem Weg geräumt.

„Der Flächennutzungsplan wurde genehmigt und im Dezember vergangenen Jahres bekanntgemacht. Die Bauanträge wurden ebenfalls eingereicht“, sagt Rommy Elßner. Sobald das Bauvorhaben dann rechtskräftig angezeigt worden sei, könne das Baugeschehen nach Aussage der Gadebuscher Bauamtsleiterin starten.

Das freut insbesondere die Gemeinde Lützow, auf deren Terrain sich ein Teil des künftigen Solarparks befindet. Denn eines Tages soll der Solarpark der Gemeindekasse den einen oder anderen Euro an Gewerbesteuer bescheren. „In den ersten Investitionsjahren muss man ja erst einmal schauen, wie viel an Gewerbesteuer da tatsächlich bei uns hängen bleibt. Aber wir freuen uns natürlich über jeden Euro“, sagt Tino Waldraff. Darüber hinaus freue sich der Bürgermeister allerdings über die gute Nachnutzung der früheren Mülldeponie als Solarpark. Für so etwas sei die Fläche ja geradezu prädestiniert.

Wenn der Solarpark Bendhof-Nord irgendwann einmal soweit ist, um ans Netz zu gehen, soll dieser in der Lage sein, jährlich fünf Millionen Kilowattstunden Strom zu erzeugen. Ein Ertrag, der so hoch ist, als würde die Sonne 1 000 Stunden mit voller Kraft auf die Solarmodule scheinen. „In der Praxis scheint die Sonne öfter, nur eben nicht mit voller Kraft. Wenn man davon ausgeht, dass eine Privatperson im Haushalt etwa 800 Kilowattstunden pro Jahr an Strom verbraucht, können rechnerisch 6 250 Privatpersonen aus dem Solarpark mit Strom versorgt werden“, rechnet Danny Wehnert von der Leipziger Energiegesellschaft mbH vor, die das Projekt realisieren will.

Informationen über einen möglich Baustart und den Tag der Inbetriebnahme des Solarparks gibt es aktuell allerdings nicht. Der Investor war gestern trotz intensiver Bemühungen nicht zu erreichen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen