Sonnenfinsternis : „Sofi“ zog alle in ihren Bann

Das nicht alltägliche Schauspiel einer Sonnenfinsternis verfolgten Schüler und Lehrer des Gymnasiums gestern auf dem Schulhof.
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Das nicht alltägliche Schauspiel einer Sonnenfinsternis verfolgten Schüler und Lehrer des Gymnasiums gestern auf dem Schulhof.

Zwischen Gadebusch und Rehna gingen die Menschen gestern vormittag ins Freie und richteten ihre Blicke gen Himmel

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21. März 2015, 00:52 Uhr

Das Licht immer diffuser, die Temperaturen sanken. Schulen unterbrachen den Unterricht, Unternehmen legten Pausen ein. Wie überall in ganz Deutschland gingen gestern auch im Nordwestkreis die Menschen am frühen Morgen auf die Straße und richteten ihren Blick gen Himmel. Der Mond hatte sich vor die Sonne geschoben. Es herrschte Sonnenfinsternis. Das seltene Naturschauspiel zog alle in ihren Bann.

So auch Andreas Klug aus Gadebusch. Der Bäckermeister ist berufsbedingt eher in den Nachtstunden unterwegs. Für „Sofi“ allerdings blieb er nach seinem Dienst gern ein wenig länger wach. Mit der Kamera verfolgte er aus dem Dachgeschossfenster das außergewöhnliche Spektakel. „Das war eine ganz besondere Stimmung. Es wurde dunkler, kühler und stiller.“ Mit seinem 120mm-Objektiv gelangen ihm einige eindrucksvolle Aufnahmen eines besonderen Moments. „Auf den verschiedenen Fotos ist zu sehen, wie sich der Mond zwischen Sonne und Erde schiebt!“, freute sich Andreas Klug.

„Haben heute eine zusätzliche verspätete Frühstückspause eingelegt und um 10.40 Uhr durch den Schweißerschirm meines Mannes vom Werkstatt-Tor aus dieses tolle Bild von der Sonnenfinsternis gemacht“, schrieb uns Marion Johannovsky aus Rehna nur wenige Minuten nach dem Ende der Finsternis. „Das war ein eindrucksvolles Naturschauspiel und das hat man nicht alle Tage.“ Auch der Gadebuscher Matthias Guse hatte um zehn vor elf das Handy gezückt. Zu einem tollen Foto sei es aber nicht gekommen. Da war der Familienvater aber wohl ohnehin etwas spät dran. Denn der Höhepunkt der Sonnenfinsternis war in unseren Breiten zwischen 10.37 und 10.47 Uhr zu beobachten. Und nun ja, Sie wissen schon: Wer zu spät kommt ...

Rechtzeitig versammelt indes hatten sich die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Gadebusch. Hier projizierte Lehrer Lutz Lippert das Naturschauspiel völlig ungefährlich für die Augen aller Anwesenden auf den Spiegel eines Teleskops.

In der Lokalredaktion Ihrer SVZ in Gadebusch startete zum selben Zeitpunkt das Experiment „Lochkamera“. „Wie bitte? Nie gehört“, wunderte sich Volontär Thomas Stengel. Ganz einfach: Einen kleinen Ausschnitt in eine Pappe geschnitten, Alufolie draufgeklebt, kleines rundes Loch hineingepiekst – fertig. Die Pappe hält man nun gegen die Sonne und ein Blatt Papier, in unserem Fall die aktuelle SVZ, dahinter. Die Lochkamera lässt nur einen ganz winzigen Ausschnitt durch. Bis auf ein kleines Lichtbündel werden nun alle anderen Lichtstrahlen ausgeblendet. Und je kleiner das Loch , desto schärfer das projizierte Bild. Ein Bild, das allerdings auf dem Kopf steht.

Und wie haben Sie, liebe Leserinnen und Leser die Sonnenfinsternis gestern erlebt? Schicken Sie uns Ihre ganz persönlichen Fotos und Geschichten zu diesem ganz besonderen Ereignis! Wir sind gespannt.

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