Gadebusch : Siebenjährige Kinder nach Unfällen in Klinik

In Gadebusch wurde ein Junge bei einem Unfall in der Jarmstorfer Straße verletzt.  Grafik: Stepmap, 123map, OpenStreetMap, ODbL 1.0
In Gadebusch wurde ein Junge bei einem Unfall in der Jarmstorfer Straße verletzt. Grafik: Stepmap, 123map, OpenStreetMap, ODbL 1.0

Zwei Siebenjährige wurden in Bobitz und Gadebusch von Autos erfasst. Anwohner fordern mehr Sicherheit für Fußgänger

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29. August 2016, 21:00 Uhr

Bei zwei Verkehrsunfällen in Gadebusch und Bobitz sind ein Junge und ein Mädchen im Alter von sieben Jahren verletzt worden. Die Kinder mussten danach in Krankenhäuser gebracht werden. Die Polizei appelliert mit Blick auf den Start ins neue Schuljahr an alle Kraftfahrer, besonders vorsichtig zu fahren. Denn Kinder könnten die Gefahren des Straßenverkehrs noch nicht richtig einschätzen und seien besonders gefährdet, so Axel Köppen von der Polizeiinspektion Wismar.

Nach seinen Angaben wollte am Sonntag ein Mädchen die Wismarsche Straße hinter einem am Fahrbahnrand stehenden Pkw in Bobitz überqueren. „Ein 35-jähriger VW-Fahrer, der in Richtung Wismar unterwegs war, konnte trotz Gefahrenbremsung und Ausweichmanöver einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern und touchierte das Mädchen leicht“, sagt Axel Köppen von der Polizeiinspektion Wismar.

In Gadebusch landete ein gleichaltriger Junge bereits am Freitag auf der Motorhaube eines Mercedes, wie erst gestern bekannt wurde. Der Junge wollte in der Jarmstorfer Straße die Fahrbahn überqueren, als er von einem Auto erfasst wurde. „Der 55-jährige Fahrer konnte trotz sofort eingeleiteter Gefahrenbremsung den Zusammenstoß nicht mehr verhindern“, sagt Axel Köppen. Alkohol sei nicht im Spiel gewesen.

Ein Anwohner fuhr den Jungen dann zur Rettungswache. Von dort ging es für den Jungen ab ins Schweriner Klinikum. Nach SVZ-Informationen erlitt der siebenjährige Gadebuscher einen Schlüsselbeinbruch.

Nach dem Unfall in der Jarmstorfer Straße könnte die Debatte um mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer erneut ein Thema in Gadebusch werden. „Denn was die Bürger dieser Stadt schon lange voraussagten, ist am Freitag geschehen: eben ein Unfall mit Verletzem“, so Klaus Ortmann aus Gadebusch. Er fordert, dass endlich eine Lösung für mehr Sicherheit gefunden werde. „Notfalls muss eben eine Fußgängerampel her. Nur dank des Kraftfahrers, der nicht schnell fuhr, dafür aber schnell reagierte, konnte Schlimmeres verhindert werden“, so Klaus Ortmann.

Anwohner der Jarmstorfer Straße kritisieren seit langem, dass Kraftfahrer viel zu schnell in der Jarmstorfer Straße unterwegs seien und Fußgänger dadurch einer Gefahr ausgesetzt würden.

Bürgermeister Ulrich Howest kennt die Bedenken in puncto Jarmstorf. Eine Lösung hat er allerdings nicht parat – und er verweist auf eine Verkehrszählung, wonach zu wenige Fahrzeuge dort unterwegs sind, um eine Ampel genehmigt zu bekommen. Auch für weitere verkehrsbauliche Maßnahmen für mehr Sicherheit sieht das Stadtoberhaupt derzeit keinen Spielraum.

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