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Sieben Millionen für Reparaturen notwendig : Sieben Brücken, sieben Probleme

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Sieben Brücken in Nordwestmecklenburg sind in einem unzureichenden Zustand, informierte der Landkreis auf SVZ-Anfrage. Nur 150000 Euro werden jährlich für Brückensanierungen und Ersatzneubauten bereitgestellt.

svz.de von
erstellt am 26.Sep.2013 | 06:07 Uhr

Kneese/Wismar | Über sieben Brücken kann man in Nordwestmecklenburg bald nicht mehr gehen. Denn die Bauwerke sind in einem unzureichenden Zustand, wie der Landkreis auf SVZ-Anfrage informiert. Und besser wird es auf absehbare Zeit wohl auch nicht werden. Denn mindestens sieben Millionen Euro sind für Sanierungen und Ersatzneubauten notwendig. Geld, das der Landkreis derzeit nicht hat. Nur 150 000 Euro werden jährlich für Brückensanierungen und Ersatzneubauten bereitgestellt. Mehr stellt der Kreistag hierfür nicht zur Verfügung.

Die sieben Brücken befinden sich bereits in einem derart schlechten Zustand, dass eine Sanierung aus Sicht von Fachleuten nicht mehr wirtschaftlich ist. "Auf Grund der bereits vorhandenen Tragfähigkeitseinschränkungen bzw. Vollsperrung sind hier kurz- bis mittelfristig Ersatzneubauten zu planen", erklärt Kreis-Pressesprecherin Petra Rappen. Die sieben Brücken sind in Kneese, bei Börzow, Plüschow, Badow, Cramon, Neuburg und Hornstorf. Insgesamt ist der Landkreis für 25 Brückenbauwerke, eine Stützwand und eine Lärmschutzwand zuständig.

In einem Turnus von drei Jahren muss der Landkreis die Brücken überprüfen. Im Ergebnis werden Zustandsnoten zwischen 1,0 und 4,0 vergeben. Die Auswertung der diesjährigen Brückenprüfungen ist zwar noch nicht abgeschlossen. Schon jetzt steht aber fest: Von den 25 Brücken befinden sich acht in einem sehr guten bis guten Zustand, zehn Brücken sind in einem genügenden Zustand.

Bereits seit 2002 ist in Nordwestmecklenburg die Brücke Cramon wegen des desolaten Zustandes gesperrt. Für die Brücke in Badow (Kreisstraße 25) musste die Tragfähigkeit auf 16 Tonnen begrenzt werden.

Die Brücken sind nicht das einzige Sorgenkind im Bereich der Infrastruktur. Probleme gibt es auch bei den Kreisstraßen. Auf etwa 90 Kilometern wiesen sie deutliche und starke Schäden auf. "Um diese Straßen neu auszubauen bzw. umfassend zu sanieren, wären zirka 80 Millionen Euro notwendig", hatte Kreis-Pressesprecherin Petra Rappen bereits Anfang dieses Jahres verdeutlicht.

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