Grevesmühlen : Sie rocken die erste Musiknacht

Rockig ging es im Alten Rathaus mit Kew Kelp zu.
Rockig ging es im Alten Rathaus mit Kew Kelp zu.

Feierlaune beim Auftakt. Fünf Stunden lang von einem Lokal zum nächsten

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30. April 2019, 12:00 Uhr

Grevesmühlen | Jörn Buttkewitz hält ein Megafon vor seinen Mund, winkelt es etwas ab und brüllt „nächste Station Altes Rathaus“ hinein. Er steht am Eingang des Shuttlebusses, innen haben schon mehr als 50 Frauen und Männer Platz genommen oder halten sich kurz stehend fest, ehe die Fahrt vom Alten Bahnhof weitergeht und die Besucher der ersten Grevesmühlener Musiknacht zum nächsten Lokal gebracht werden. Fünf Stunden lang fährt der Bus im Kreis, bringt die Besucher ständig zwischen Bahnhof, Malzfarbik, Innenstadt und Lustgarten hin und her. Die Gäste sind in Feierlaune, bekommen überall etwas anderes zu hören. Rockig bis fast punkig ist es im Alten Rathaus, wo die Rockformation Kew Kelp für den Ausnahmezustand sorgt. Überall drängeln sich Gäste im viel zu kleinen Kellergewölbe, um einen Blick auf das Quartett zu erhaschen.

In Feierlaune sind auch die Besucher gleich gegenüber im La Piazza Athen. Hier haben es sich die beiden regional bekannten Musiker Matze & Andi bequem gemacht und lassen mit Cover-Songs von Reinhard Mey oder Andreas Gabalier die Stimmung oft überkochen. Mitorganisator Horst Deininger, ist begeistert. „Wir haben es zwar gehofft, dass diese Musiknacht so gut ankommt, doch unsere Erwartungen sind bei Weitem übertroffen worden“, sagt der 60-Jährige. Auch der 20-jährige Marc Waack ist von der Idee und der Umsetzung begeistert. „Disko ist nicht so meins, aber das hier hat Stil und macht wirklich Spaß“, sagt der Grevesmühlener.

In der Malzfabrik geht es englisch zu. Der Hamburger Musiker Ed Lips hat hier auf einem Hocker mit seiner Gitarre Platz genommen und sorgt mit Irish Folk für die richtige Stimmung. „Das ist meine Musik und diese Lokalität ist genau richtig. Das Publikum wechselt ständig und ist neugierig“, berichtet der Musiker. Auch Maik Gutow, ebenfalls einer der Organisatoren, ist zufrieden mit dem Verlauf des Abends. „Es kommen ständig neue Leute. Sie schauen kurz rein, trinken etwas und fahren oder gehen weiter. Ich denke, dass heute sowohl die Gastronomen als auch die Gäste und Musiker auf ihre Kosten kommen“, erzählt der 49-Jährige.

Während im Kaffeebrenner im Alten Bahnhof das Acoustic-Duo DieBe, bestehend aus Dieter Wetzelt und Berthold Bolkart, singt, empfängt „Kulturbanause“ Mario Wehr an der Eingangstür immer wieder neue Gäste. Alle 30 Minuten hält der Shuttlebus genau davor, bringt die nächsten Nachtschwärmer und holt andere ab. Dann ist Jörn Buttkewitz erneut an der Reihe, um die die Gäste per Megafon aufzufordern, mitzukommen.

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