Rehna : Sicherheitszone in weiter Ferne

Martin Reininghaus, Dirk Groth und Marko Weber (v.l.) diskutieren die 30 km/h-Forderung für die Goethestraße. Zudem wird an einer Umsetzung des Fußgängerüberwegs auf die andere Kreuzungsseite gearbeitet.
Martin Reininghaus, Dirk Groth und Marko Weber (v.l.) diskutieren die 30 km/h-Forderung für die Goethestraße. Zudem wird an einer Umsetzung des Fußgängerüberwegs auf die andere Kreuzungsseite gearbeitet.

Stadt Rehna fordert 30 km/h in der Goethestraße

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28. April 2015, 21:30 Uhr

„Wir brauchen endlich die Regelung für eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h“, sagen Stadtvertreter Martin Reininghaus und Bau- und Ordnungsausschussvorsitzender Marco Weber. Dabei bauen sie auf die Unterstützung der Verkehrsbehörde des Landkreises. Bislang ohne Erfolg.

Gemeinsam mit Bauamtsmitarbeiter Dirk Groth gehen sie vor Ort, nehmen die Goethestraße mit der Schulkreuzung unter die Lupe, ebenso die Querungen am Jugendhilfezentrum und Jugendklub. Täglich wechseln an diesen Punkten zahlreiche Schüler die stark frequentierte Fahrbahn. „Niemand fährt hier mit besonders angepasster Geschwindigkeit“, sagt Reininghaus. Es müsse doch nicht erst etwas passieren, fügt er hinzu. Nicht einmal der Fußgängerüberweg finde ausreichend Beachtung. „Befinden sich Fußgänger auf dem Überweg und hält ein Fahrzeug, fährt nicht selten der Gegenverkehr einfach weiter“, sagt Weber.

Die Forderung des Stadtparlamentes nach einer 30 km/h-Ausschilderung ist nicht neu. Erst im Oktober verfasste das Amt einen Brief an die Straßenverkehrsbehörde des Kreises. „Wir haben unsere Wünsche geäußert. Die Entscheidung steht noch aus“, sagt Dirk Groth. Wann, das könne niemand sagen. Reinighaus winkt ab, denn die 30 km/h-Geschichte sei längst ein altes Thema: „Die Stadt bemüht sich seit zehn Jahren darum.“

Mit Abschluss der jüngsten Innenministerkonferenz in Rostock flammte in Rehna so etwas wie Hoffnung mit Unterstützung durch die Bundespolitik auf. „Es gibt klare Aussagen, dass vor Altenheimen und Schulen 30 km/h-Bereiche hilfreich sind“, sagt Martin Reininghaus. Christian Pegel, Minister für Infrastruktur MV, habe dies sogar unterstrichen.

Drei Tage nach Ende der Konferenz flatterte am 20. April dem Landkreis erneut ein Schreiben aus Rehna mit entsprechenden Hinweisen und der Bitte um Verfahrenserleichterung auf den Tisch.

Gegenüber der SVZ bestätigte der Kreis das Rehnaer Anliegen und dass das Straßenbauamt Schwerin „umfassend bei der Klärung und Entscheidung einbezogen“ wurde. Bislang liegen allerdings noch nicht alle „erforderlichen Stellungnahmen vor“, so der Kreis.

Fest steht: „Die Empfehlungen der Verkehrsministerkonferenz werden bei den gegenwärtigen Entscheidungen noch nicht berücksichtigt, da eine endgültige Einführungsbeschlussfassung fehlt“, heißt es in der Mitteilung der Verwaltung.

Stattdessen verweist die Verkehrsbehörde im Nordwesten auf den vorhandenen Fußgängerüberweg und der „geraden übersichtlichen Form der Goethestraße“. Ein Stück mehr an Sicherheit verspricht sich der Landkreis zukünftig durch eine neue Beschilderung mit dem Verkehrszeichen „136 − Kinder kreuzen“. Die Montage werde in den kommenden 14 Tagen vorgenommen.

Die angedeutet Absage an eine 30 km/h-Zone dürfte in Rehna auf Unverständnis stoßen. Weber und Reinighaus sind sich darüber im Klaren, dass der Kreisbehörde ein zügiger Verkehrsablauf wichtig erscheint. Mit Blick auf das neue Wohngebiet am Wasserwerk und die Einbindung des Jugendklubs in Schulprojekte, müsse allerdings ein Umdenken erwirkt werden, meint Reininghaus.

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