Helden der strasse : Sicher für Menschen in Not unterwegs

Die Berufskraftfahrerin Anja Görke und zehn ihrer Kollegen vom Rettungsdienst wurden für ihre vorbildliche Fahrweise von der Verkehrswacht geehrt.
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Die Berufskraftfahrerin Anja Görke und zehn ihrer Kollegen vom Rettungsdienst wurden für ihre vorbildliche Fahrweise von der Verkehrswacht geehrt.

Die Verkehrswacht Wismar und Umgebung e. V. hat bewährte Berufskraftfahrer des Rettungsdienstes ausgezeichnet.

svz.de von
19. Dezember 2013, 22:15 Uhr

Die Helden der Straße sitzen nicht im Formel-1-Rennwagen, sondern am Steuer von Rettungsfahrzeugen. Rund um die Uhr können sie starten, um anderen Menschen zu helfen. Jetzt wurde einige von ihnen von der Verkehrswacht Wismar und Umgebung e.V. ausgewählt und ausgezeichnet. Denn sie sind seit zehn, 20 und mehr Jahren unfallfrei gefahren und haben eine „reine Weste“ auf dem Punktekonto in Flensburg.

„Diese Auszeichnung ist einerseits Anerkennung für ihr vorbildliches Verhalten im Straßenverkehr und andererseits Verpflichtung für die Zukunft, weiterhin durch rücksichtsvolles Verhalten anderen gegenüber Vorbild zu sein“, sagte Sibylle Runge von der Verkehrswacht.

Bei Verkehrsunfällen auf den Straßen des Landkreises Nordwestmecklenburg und der Kreisstadt Wismar kam es 2012 zu zehn Unfällen mit tödlichem Ausgang und zu 711 Unfällen, bei denen Verkehrsteilnehmer zum Teil schwer verletzt wurden. „Das sind 721 Alarmfahrten von Rettungsdiensten und somit im Jahresdurchschnitt gesehen zwei Fahrten pro Tag unter Nutzung von Sonder- und Wegerechten, um Unfallopfer auf unseren Straßen zu helfen. „Die große Unbekannte bei solchen Alarmfahrten sind die Verhaltensweisen anderer Verkehrsteilnehmer“, machte Polizeisprecher André Falke anlässlich der Kraftfahrehrung deutlich. Leider nimmt nicht jeder Verkehrsteilnehmer Rücksicht auf die besondere Situation der Rettungsdienstkraftfahrer, in dem eine so genannte Gasse zur Durchfahrt der Rettungswagen gebildet oder nach Möglichkeit rechts am Straßenrand angehalten wird. Landrätin Birgit Hesse freute sich, dass die Fahrer des Rettungsdienstes, der vom Landkreis mit vielen Partnern organisiert wird, bei der diesjährigen Ehrung im Mittelpunkt standen. „Es ist nicht immer einfach, sich mit Blaulicht im mitunter dichten Straßenverkehr bewegen zu müssen. Wir möchten auf diesem Wege einmal mehr deutlich machen, wie groß ihre Verantwortung für uns alle ist“, betonte Birgit Hesse.

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