Gadebusch : Senioren machen den Straßen-Test

Elli Brusch und Jutta Stüber (v.l.) sind sehr zufrieden mit dem, was ihnen Bauamtsmitarbeiter Holger Saupe zeigt.  Fotos: Peter Täufel
1 von 4
Elli Brusch und Jutta Stüber (v.l.) sind sehr zufrieden mit dem, was ihnen Bauamtsmitarbeiter Holger Saupe zeigt. Fotos: Peter Täufel

Die Erich-Weinert-Straße ist von den Vorsitzenden des Seniorenbeirats und Behindertenvereins begutachtet worden

von
23. November 2017, 04:45 Uhr

Aus Sicht der Senioren und Menschen mit körperlichen Einschränkungen ist auf dem ersten Bauabschnitt der Erich-Weinert-Straße alles in Ordnung. Das ergab gestern Vormittag die gemeinsame Baubegehung von den beiden Vorsitzenden des Seniorenbeirats und des Behindertenverbandes mit dem Vertreter der Stadt, dem Planungsbüro und der bauausführenden Firma. „Ich muss allen Beteiligten ein großes Lob aussprechen: Die Belange der Menschen mit Behinderung sind hier in vollen Umfang berücksichtigt und umgesetzt worden“, freut sich Jutta Stüber, Vorsitzende des Behindertenverbandes Gadebusch. Dabei sei die Zusammenarbeit mit der Stadt, dem Bauamt und der Baufirma zu jedem Zeitpunkt hervorragend gewesen, so Stüber. Dem kann die Vorsitzende des Seniorenbeirats der Münzstadt, Elli Brusch, in diesem Fall nur zustimmen.

Auf diesen ersten, exakt 153 Metern von der Kreuzung Roggendorfer Chaussee an wurde ein breiter Bürgersteig angelegt. Dazu wurden großzügige Parkflächen einschließlich Behindertenparkplätze – z.B. direkt vor dem Fitness-Studio – sowie breite Bordsteinabsenkungen für die Überquerung der Straße geschaffen. „Die Arbeiten liegen voll im Plan, schließlich wurde später mit den Arbeiten begonnen, als ursprünglich vorgesehen war“, erklärt Holger Saupe, Mitarbeiter des Bauamts Gadebusch. Das sieht auch Steffen Dauck, Bauleiter der bauausführenden Firma TSB Gadebusch so. „Von der Bauzeit liegen wir voll im geplanten Fenster“, so der Fachmann. Zugute sei den Arbeitern gekommen, dass es keine wesentlichen Schwierigkeiten bei der Bauausführung gegeben habe, die viel Zeit gekostet hätte.

Der Gehweg wird bereits seit einigen Tagen von den Anwohnern und anderen Gadebuschern genutzt – die Fahrbahn hingegen ist noch gesperrt. „Wir haben am 20. Dezember den letzten Asphaltierungstermin, an dem die Schlussdecke draufkommt“, berichtet Steffen Dauck. Danach wird der erste Abschnitt freigegeben. „Es könnte aber sein, dass die Asphaltierung verschoben werden muss, wenn die Temperaturen zu niedrig sind“, wirft Holger Saupe ein. Ob dann trotzdem vorerst die Straße für den Verkehr geöffnet wird, darüber herrscht noch Uneinigkeit – Dauck meint ja, Saupe eher nein.

Fest steht, dass über die Feiertage dort nicht gearbeitet wird, erklärte der Bauleiter. Trotzdem sind er und der zuständige Planer Tom Klüter vom Ingenieurbüro Leirich Schwerin (iBL) schon jetzt dabei, den nächsten Bauabschnitt vorzubereiten. Dieser ist dann etwa 450 Meter lang, wird aber noch einmal geteilt: Zuerst soll das Stück bis zum Ärztehaus fertiggestellt werden.

Jutta Stüber und Elli Brusch gehen davon aus, dass sie auch dort dann nichts auszusetzen haben. Insgesamt ist die Baustrecke 600 Meter lang.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen