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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

20. Oktober 2017 | 16:23 Uhr

Gadebusch : Senioren fordern Briefkasten zurück

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Ältere Anwohner beklagen sich am „heißen Draht“: Kasten der Deutschen Post an der Friedrich-Schiller-Straße wurde abgenommen

svz.de von
erstellt am 03.Jun.2014 | 19:13 Uhr

Jeder Gang zum Briefkasten ist für Regina Wilken zur Tortur geworden: Denn seit vor rund zwei Wochen der Briefkasten der Deutschen Post in der Gadebuscher Friedrich-Schiller-Straße abgenommen wurde, muss sie ihre Post entweder zum Kasten am Sky-Markt oder zu dem an der ehemaligen Post an der Steinstraße bringen. Der Weg von jeweils rund einem Kilometer ist für die auf Gehhilfen angewiesene 68-Jährige kaum zu bewältigen, schildert sie am „heißen Draht“ unserer Redaktion.

So wie ihr geht es vielen der vornehmlich älteren Bewohner der Siedlung an der Schillerstraße: „Ich habe mit vielen gesprochen, die nun alle vor der gleichen Schwierigkeit stehen“, erzählt Wilken. Viele seien auf Rollator oder Krücken angewiesen, die allerwenigsten hätten ein Auto. „Der Kasten wurde immer gut genutzt“, weiß die Gadebuscherin zu berichten.

Dabei, sagt Regina Wilken, könne sie verstehen, dass der neue Eigentümer des Grundstücks, auf dem der Briefkasten bis vor etwa 14 Tagen stand, den gelben Kasten dort nicht mehr haben wollte. „Ich würde das auch nicht wollen“, sagt sie, „aber wir wünschen uns, dass hier wieder ein Briefkasten aufgestellt wird.“

Der Eigentümer des Grundstücks habe sie aufgefordert, den Briefkasten abzuhängen, erläutert Martin Grundler, Pressesprecher des Unternehmens Deutsche Post DHL, den Grund des Verschwindens. Doch es sei der feste Wille der Post, in der Siedlung wieder einen Briefkasten aufzustellen. „Wir sind auf der Suche nach einem neuen Platz, allerdings sind wir nicht so schnell fündig geworden, wie wir es uns gewünscht hätten“, so Grundler. Deshalb werde die Post nun in einem nächsten Schritt an die Stadt herantreten. „Wir hoffen, dass die Stadt uns einen geeigneten Platz zur Verfügung stellen kann“, so Grundler. „Sobald wir die Genehmigung haben, werden wir den Briefkasten wieder aufstellen“, sichert der Pressesprecher zu.

 

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