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Millionen-Investition : Selmsdorfer Gewerbegebiet wächst

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Die WireBelt Company Osterloh GmbH wechselt von Schlutup nach Nordwestmecklenburg

svz.de von
erstellt am 03.Jan.2014 | 23:45 Uhr

Die Firma WireBelt Company Osterloh GmbH kommt nach Selmsdorf. Im Moment wird eine 95 Meter lange Halle gebaut. „Die Fertigstellung ist zum 31. März 2014 geplant“, sagt Marko Korbner von der Geschäftsleitung.

Selmsdorfs Bürgermeister Detlef Hitzigrat freut sich über die Neuansiedlung: „Es ist toll, dass immer noch Firmen nach Selmsdorf kommen. Das zeigt, dass wir als Gemeinde nach wie vor attraktiv sind für Gewerbetreibende.“ Auch sein Stellvertreter Christian Albeck ist zufrieden. „Wir freuen uns für die zahlreichen Mitarbeiter, die künftig Anfahrtszeit und Spritkosten sparen und dadurch auch ihre Lebensqualität steigern, weil sie mehr Zeit mit ihren Familien verbringen können.“

Noch hat die WireBelt Company Osterloh GmbH ihren Sitz in Schlutup, also nur wenige Kilometer entfernt von Selmsdorf. „Die Firma konnte sich nicht erweitern und hatte auch Schwierigkeiten mit der Stadt“, weiß Albeck. Deshalb sei die Entscheidung für Lübecks Nachbargemeinde gefallen. Das bestätigt Gina Kuehle vom WireBelt-Marketing. „In Schlutup haben wir eine veraltete, mängelbehafte Gebäudestruktur, was nicht gerade förderlich ist für effiziente Produktionsprozesse.“ Außerdem habe die Firma Zufahrtsprobleme für den Lieferverkehr gehabt. Einer der wichtigsten Gründe fürs benachbarte Selmsdorf sei die „Nähe“ zum bisherigen Standort gewesen. „Das bewirkt, dass alle 33 Mitarbeiter bei uns bleiben“, so Kuehle.

Ein weiterer Vorteil für Selmsdorf: der Kostenvergleich bei den Baupreisen pro Quadratmeter. „Der stellt sich in Selmsdorf wesentlich günstiger dar als zum Beispiel im Gewerbegebiet Lübeck Genin-Süd.“ Und ebenfalls nicht unwichtig für die WireBelt Company Osterloh GmbH: Die „sehr gute Unterstützung der Gemeindevertretung“ und „insbesondere der Wirtschaftsentwicklerin beim Landkreis Nordwestmecklenburg, Christiane Lösel“, lobt Kuehle.

7000 Quadratmeter groß ist die Fläche, auf der WireBelt künftig produzieren möchte. Das Grundstück gehörte bislang der Gemeinde und einer Privatperson. Die Gesamtkosten für den Umzug von Schlutup nach Selmsdorf belaufen sich laut Kuehle auf rund 2,8 Millionen Euro.

WireBelt verarbeitet Metalldraht zu Förderbändern, die durch ihre offene Konstruktion die Zirkulation von Luft, Gasen oder Flüssigkeiten ermöglichen und laut Firmenangaben zudem „sehr leicht zu reinigen“ sind. Solche Fördergurte werden hauptsächlich in der Lebensmittelverarbeitung eingesetzt – zum Beispiel für Überzüge von Schokolade, Brat- und Frittieranlagen, Durchlauföfen und Kühlanlagen.

Gegründet wurde die Firma 1874 als Familienunternehmen. 1998 schloss sie sich der WireBelt Firmengruppe an, die weltweit an drei Standorten produziert.


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