Jubiläumskonzert in Gadebusch : Seit 40 Jahren singen und lachen

Die Proben laufen: Am 16. März lädt der Chor der Volkssolidarität zum Jubiläumskonzert ein.  Fotos: manja nowitzki
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Die Proben laufen: Am 16. März lädt der Chor der Volkssolidarität zum Jubiläumskonzert ein. Fotos: manja nowitzki

Chor der Volkssolidarität lädt in die Begegnungsstätte ein

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02. März 2016, 21:00 Uhr

„Komm doch mal nach Gadebusch“, schallt es durch die Tür. Der Chor der Volkssolidarität probt für den großen Tag. Am 16. März soll das 40-jährige Bestehen gefeiert werden. Dafür wird derzeit am Programm gefeilt. Ein bisschen Zeit ist ja noch.

Manfred Flügel hievt das Akkordeon auf seinen Schoß und es kann weitergehen. Seit 22 Jahren leitet er den Chor. „Akkordeonspieler sind knapp“, sagt der 80-Jährige. Anfangs habe er nur für die Tanzgruppe der Volkssolidarität gespielt. Doch weil Akkordeonspieler wie gesagt rar sind, engagierte er sich schnell auch beim Chor. Das Ensemble wurde im März 1976 von Erna Ott gegründet und probte damals noch im Haus der Jugend. Heute ist die Begegnungsstätte in der Rudolf-Breitscheid-Straße das musikalische Zuhause.

Flügel spielt seit 1952 Akkordeon. 1954 tritt er das erste Mal öffentlich auf, in Boltenhagen. 1961 muss er aber erst einmal eine Pause einlegen. Der Mediziner beginnt im Krankenhaus Grevesmühlen zu arbeiten. Doch ganz ohne Musik geht es nicht. Zuhause schon gar nicht. „Meine Kinder spielen alle Instrumente. Klarinette, Posaune, Trompete, Klavier sowie.“ So viele Instrumente? Frage: Wie viele Kinder haben Sie denn? Antwort: „Fünf. Man muss ja schließlich eine Kapelle zusammenbekommen“, sagt Flügel und lacht.

Er hat das Gadebuscher Blasorchester gegründet und eines in Lützow. Obwohl Flügel gar kein Blasinstrument spielt. „Das kann ich nicht“, sagt er. Geschadet hat es nicht. Flügel war sogar neun Jahre Vorsitzender des Bläserverbandes MV. 15 Jahre lang hat er außerdem das Akkordeonorchester in Mölln geleitet, bis das zu beschwerlich wurde.

Probleme genügend Mitstreiter für den Chor in Gadebusch zu finden, habe es eigentlich nie gegeben, erzählt Flügel. An Männern mangele es lediglich. Der 80-Jährige ist seit einiger Zeit der Hahn im Korb.

Es ist auch ruhiger geworden um den Chor in den vergangenen Jahren. Nicht alle Sängerinnen sind mehr so mobil und Ausflüge kosten. „Vor zehn Jahren hatten wir noch gut 20 Auftritte im Jahr“, sagt Flügel. Heute sind es zwei, drei manchmal auch vier.

Zum Jubiläumskonzert am 16. März ab 14 Uhr sind Interessierte eingeladen. In der Seniorenwohnanlage in der Rudolf-Breitscheid-Straße werden zehn Lieder gespielt und zwischendurch immer wieder die Geschichte des Chores vorgetragen. Seit Januar ist Marie-Luise Boeck mit den Vorbereitungen beschäftigt. Sie organisiert seit drei Jahren das Chorleben und singt natürlich auch mit. „Es soll ein netter Tag werden.“

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