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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

24. November 2017 | 18:01 Uhr

Seehafen Wismar investiert 50 Millionen Euro

vom

svz.de von
erstellt am 14.Jan.2011 | 07:13 Uhr

Der Seehafen Wismar plant eine deutliche Erweiterung seiner Flächen. Auf fünf bis sechs Hektar sollen neue Areale für den Güterumschlag entstehen sowie neue Kaianlagen hergerichtet werden, sagte Geschäftsführer Michael Kremp auf dapd-Anfrage. Außerdem solle die Wismarbucht ausgebaggert werden, um bessere Bedingungen für die Schifffahrt zu schaffen. "Insgesamt investieren wir 50 Millionen Euro in den Ausbau", sagte Kremp. Hinzu kämen Bundesmittel für die Baggerarbeiten an der seewärtigen Zufahrt.

Das Planfeststellungsverfahren für die Arbeiten auf dem Hafengelände sei für das Frühjahr geplant, Baubeginn soll 2013 sein.

In einem ersten Bauabschnitt wurde bereits eine neue Kaianlage gebaut und die Anbindung zur Schiene verbessert, wie Kremp sagte.

Während der Alte Hafen heute überwiegend der Freizeitschifffahrt und der Fischerei dient, hat sich der Seehafen zu einem Logistikunternehmen entwickelt. Ohne den Hafen hätte es die meisten Industrieansiedlungen der vergangenen 20 Jahre wohl nicht gegeben, sagte der Hafensprecher. In Wismar werden aktuell vor allem Holz, Metalle, Eisen und Schrott umgeschlagen. 2010 verließen per Schiff, Bahn und Lkw rund 6,9 Millionen Tonnen Fracht das Hafengelände, das waren elf Prozent mehr als im Vorjahr.

Der Wismarer Hafen feiert in diesem Jahr sein 800-jähriges Bestehen. Am 4. Januar 1211 wurde der Hafen erstmals urkundlich erwähnt, erst 18 Jahre später wurde in der Wismarbucht die Stadt gegründet. Auf die enge Verbindung von Hafen und Stadt in den vergangenen Jahrhunderten soll nun mit Ausstellungen, Hafenfesten, Schiffsbesichtigungen und einem Tag der offenen Tür aufmerksam gemacht werden. Den Auftakt dafür bildet am Sonntag (16. Januar) ein Eröffnungskonzert des NDR-Sinfonieorchesters in der wieder aufgebauten St.-Georgen-Kirche.


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