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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

15. Dezember 2017 | 15:07 Uhr

Rehna : Schwieriges Terrain in den Benziner Tannen

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Forstarbeiten dauern bis Frühjahr an, anschließend werden die Wege glatt gezogen

von
erstellt am 18.Feb.2015 | 00:00 Uhr

Die Wanderwege durch die Benziner Tannen sind holprig. So empfinden es nicht wenige Bürger, wie beispielsweise Manfred Thymoreit aus Nesow. Er sendete uns ein Bild aus dem Waldgebiet an der Radegast und weist auf das etwas schwierige Terrain hin. Er beschreibt den Zustand als „bedauerlich“, zumal dort, wo man früher mit dem Rad unterwegs sein konnte, „heute der Weg gerade noch zu Fuß passierbar ist“.

Die Unebenheiten sind die Folge laufender Forstarbeiten im Waldgebiet zwischen der Brücke nach Nesow in Richtung Holdorf.

Mit seinen 88 Hektar befindet sich das Waldgebiet Benziner Tannen seit 2005 in privater Hand. Folglich hat die Stadt Rehna keinen direkten Einfluss auf die Arbeiten. Initiativlos sei man nicht gewesen, betont Bürgermeister Hans Jochen Oldenburg: „Wir hatten das Angebot unterbreitet, den Weg zwischen dem Graben und der Brücke nach Nesow zu ebnen. Dieser Vorschlag wurde nicht angenommen.“ Waldeigentümer Steffen Behl sind derartige Anfragen nicht bekannt. Die Stadt Rehna will nun prüfen, an welcher Stelle die Informationskette nicht funktioniert haben könnte. Grundsätzlich setze man auf Kooperation. Die wünscht sich Waldbesitzer Behl unter anderem bei der Planung möglicher neuer Brücken über die Radegast in sein Waldgebiet hinein.

Behl selbst kennt die ungünstigen Wegeverhältnisse und weist auf die Notwendigkeit der Bewirtschaftung des Waldgebietes hin. „Der Wald ist instabil, denn zahlreiche Pappeln sind durch den Sturm abgängig.“ Ähnlich sehe es beim Eschenbestand aus, der wie in anderen Waldgebieten vom Pilz befallen ist. „Für all die Arbeiten kommt Technik zum Einsatz, die muss auf den vorhandenen Wegen fahren. Des Weiteren ist eine Holzabfuhr nicht entlang der Schule möglich“, sagt Behl.

Der Mann aus Arpshagen bei Klütz ist Geschäftsführer der Forstgemeinschaft Nordwestmecklenburg, ein Zusammenschluss privater Waldbesitzer, sowie Baumsachverständiger in MV. „Langfristig möchte ich den Wald naturnah gestalten. Das beinhaltet Aufforstungen beispielsweise mit Roterlen an den feuchten Standorten“, sagt er. Aktuell befasse man sich mit der Beseitigung der Sturmschäden. Die Umgestaltung des Waldbestandes werde sich zwischen 10 und 15 Jahren hinziehen und beinhalte auch das Liegenlassen von Kronenholz. „Wir schützen damit den Aufwuchs und geben Käfern und Vögeln einen Lebensraum“, sagt Steffen Behl. Sie benötigen derartigen Schutz. Folglich werden direkt an der Radegast einige große Pappeln als Totholz Bestand haben.

„Nach Abschluss der Pflegemaßnahmen ziehen wir in jedem Frühjahr die Wege glatt“, sagt der Forstwirt. Er habe großes Interesse an einem Miteinander in der Region. „Bei Bedarf führe ich gerne durch den Wald und erläutere die Pflegemaßnahmen“, sagt Behl.

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