Lützow : Schwerer Unfall mit Fleischtransporter

Der Lkw ist erst neben dem Fußgängerweg zum Liegen gekommen.
Der Lkw ist erst neben dem Fußgängerweg zum Liegen gekommen.

Mit Schweinehälften beladener LKW kommt von der Fahrbahn ab, rauscht über den Fußweg und kommt erst knapp daneben zum Liegen

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01. Januar 2016, 15:24 Uhr

In Lützow ist es am Mittwochabend gegen 19 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Ein mit tiefgefrorenen Schweinehälften beladener Lkw aus Dänemark war hinter der so genannten scharfen Kurve von der Straße abgekommen und neben dem Fußgängerweg umgekippt. Der Fahrer blieb unverletzt. Er kam zur Untersuchung ins Klinikum nach Schwerin, konnte nach Angaben von Volker Jenkel, Dienstgruppenleiter beim Polizeirevier Gadebusch, das Krankenhaus aber noch am Abend wieder verlassen.

Die Unfallursache ist laut Jenkel noch unklar. „Es wird geprüft, ob ein technischer Mangel vorlag oder ob die Geschwindigkeit zu hoch war.“ Feuerwehrleute sprachen am Abend von zu hoher Geschwindigkeit, die zu dem Unfall geführt haben soll. Die Schadenssumme ist laut Jenkel ebenfalls noch nicht bekannt. Die Polizei geht ersten Erkenntnissen zufolge aber von mehreren zehntausend Euro aus.

Am Silvestervormittag war dann eine Veterinärin in Lützow, um sich die tief gefrorenen Schweinehälften anzuschauen. Ihre Einschätzung: Die Ladung ist unbrauchbar. „Das bedeutet, dass die Schweinehälften entsorgt werden müssen“, so Jenkel.

Der Lkw mit mehreren hundert Schweinehälften war laut Polizei auf dem Weg von Dänemark nach Polen. Der kürzestes Weg, um nach Polen zu kommen, wäre eigentlich die A20. Das weiß auch Volker Jenkel. „Sie wissen ja, wie das mit der Maut ist. Alle wollen sparen, deshalb fahren einige lieber über die Bundesstraßen.“

Gegen 19 Uhr wurde die Feuerwehr Lützow am Mittwochabend alarmiert. „Wir hatten die Info, dass eine Person nach einem Unfall eingeklemmt ist“, so Einsatzleiter Rainer Maas. Der Fahrer konnte sich nach seinen Angaben nicht selbst aus dem Fahrerhaus befreien. Bei Ankunft der Feuerwehr hatten zwei Personen den Fahrer bereits aus seiner Kabine gezogen, so Maas.

Der Lkw schrammte beim Abdriften von der Straße eine neben dem Bürgersteig stehende Straßenlaterne, die deutlich sichtbar verbogen war. Wenige Meter weiter lag der Lkw umgekippt auf bzw. neben dem Gehweg. „Es war pures Glück, dass niemand auf dem Bürgersteig ging. Sonst hätte es sicher Tote oder Verletzte gegeben“, sind sich Lützower Feuerwehrleute einig.

Insgesamt waren 20 von ihnen im Einsatz, um 180 Liter auslaufenden Diesel sicherzustellen und zu binden. „Minimale Mengen sind ins Erdreich gelaufen“, so Reiner Maas. Der Einsatz an der Unfallstelle dauerte die ganze Nacht. Noch am Abend, berichtet Maas, machte sich ein anderer Lkw aus Dänemark auf den Weg nach Lützow. Im Laufe des gestrigen Tages wurden die Schweinehälften dann umgeladen. Eine Schweriner Bergungsfirma kam mit einem großen Kran, um den umgekippten Lkw gegen 15 Uhr wieder aufzurichten. Die Straße in Lützow war mit einer Ampelschaltung bis zum späten Nachmittag halbseitig gesperrt.

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