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Diebstahl in Lützow : Schwerer Schlag vor Beginn der Campingsaison

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Lützower Wohnmobilverleiher muss kurz vor dem Feiertag einen dreisten Diebstahl verkraften

Am Morgen danach steht das Telefon bei Sabine Abraham nicht still. Versicherung, Kunden, Geschäftspartner – sie alle wollen mit Informationen versorgt werden.

In der Nacht von Sonnabend zu Sonntag wurden vom Gelände ihres Wohnmobilverleihs in Lützow drei Fahrzeuge gestohlen. Ein viertes wurde aufgebrochen und Tische, Stühle und Kabeltrommeln geklaut. „Das ist schon ein riesiger Einschnitt“, sagte Firmenchefin Sabine Abraham. Schaden: mindestens 200  000 Euro. Auffällig: Nur Fahrzeuge der Marke Fiat Hobby wurden entwendet.

So kurz vor dem Feiertag heißt es nun Umorganisieren, denn die meisten Wohnmobile sind über Christi Himmelfahrt vermietet. So auch die Fahrzeuge, die verschwunden sind.

Um sich Zutritt zum Firmengelände zu verschaffen, zerstörten die Einbrecher einen Zaun. „Dann haben sie die Autos kurzgeschlossen“, sagte Sabine Abraham. Schlüssel und Papiere liegen im Büro. Das blieb unversehrt. Um vom Hof zu kommen, knackten die Diebe noch das Schloss am Haupttor und ab ging die Fahrt. Besonders dreist: Die Täter verschlossen das Haupttor mit einem neuen Schloss. Offenbar planten sie wiederzukommen, sagte Sabine Abraham. Das jedenfalls vermute die Polizei. Um dann nicht doch aufzufallen, sollte das Tor wohl einfach aufgeschlossen werden.

Das ist zum Glück nicht passiert, denn am Sonntagmorgen gegen 8 Uhr bemerkte ein Mitarbeiter den Diebstahl und die Nachricht machte schnell die Runde. Ihr Mann lag in der gestrigen Nacht auf der Lauer, um sicher zu gehen, dass die Diebe nicht doch zurückkehren, sagte die Firmenchefin. „Es ist aber alles ruhig geblieben.“ Mit den gestohlenen Fahrzeugen wollte sich die Firma am Sonntag auf einer Messe präsentieren. „Wir hatten sie dafür vorbereitet“, sagte Sabine Abraham.

Gemeinsam mit ihrem Mann machten sie sich am Sonntag auf die Suche nach Spuren, fragten bei Nachbarn und der Tankstelle nach, ob etwas aufgefallen ist. „Die Fahrzeuge waren nur wenig betankt“, sagte sie. Weit können die Täter damit nicht gekommen sein. In einem Umkreis von 200 Kilometern müssen sie getankt haben, vermutet die Polizei.

Hoffnung darauf, die Fahrzeuge wiederzubekommen, macht sich die Firmenchefin aber nicht. Nun geht es darum, weitere Einbrüche zu verhindern. Kunden müssen sich unterdessen keine Sorgen machen. Wer ein Wohnmobil gemietet hat, bekommt auch eines.

Die Kripo ermittelt derzeit. „Aus ermittlungstaktischen Gründen“ wollte sich die Polizei aber nicht äußern, sagte ein Sprecher gestern auf SVZ-Nachfrage.

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erstellt am 02.Mai.2016 | 20:59 Uhr

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