Schwelbrand zerstört Wohnhaus

Die 60 Feuerwehrleute vor Ort hatten vor allem mit dem Schwelbrand unter der Dachfläche zu kämpfen. Foto: Antje Bernstein
Die 60 Feuerwehrleute vor Ort hatten vor allem mit dem Schwelbrand unter der Dachfläche zu kämpfen. Foto: Antje Bernstein

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11. Januar 2009, 08:59 Uhr

Goddin | Ein Schwelbrand in einem Wohnhaus rief am vergangenen Sonnabend in Goddin Feuerwehren, Polizei, Notarzt und Technisches Hilfswerk auf den Plan. Eine Bewohnerin des Mehrfamilienhauses hatte gegen 18 Uhr die Rauchentwicklung in der mittleren Etage des Hauses bemerkt. Die Bewohner dieser Wohnung waren zu diesem Zeitpunkt nicht zu Hause. Die Frau informierte umgehend weitere Bewohner, die sich bei Nachbarn aufhielten.

Die alarmierten freiwilligen Feuerwehren aus Goddin, Gadebusch und Mühlen Eichsen rückten mit insgesamt acht Fahrzeugen zum Einsatzort aus. Bei deren Eintreffen befanden sich keine Personen mehr im Haus. Sofort wurde der hausnahe Teich angezapft und mit den Löscharbeiten begonnen. An der Giebelseite stellten die Feuerwehrleute Leitern auf, um durch die Fenster zu löschen.

Nicht die Flammen, sondern ein nicht zu lokalisierender Schwelbrand unter der Dachfläche machte den 60 Feuerwehrleuten zu schaffen. So musste dann auch das Dach zu beiden Seiten geöffnet werden, um die Brandnester ausfindig zu machen. Mehrere Stunden waren die Feuerwehrmänner und -frauen im Einsatz. Zwei Pumpen versagten währenddessen ihren Dienst, der Einsatz sei davon aber laut Amtswehrführer Ralf Siewert zu keiner Zeit gefährdet gewesen, da genügend Ersatz bereitstand.

Die Hausbewohner mussten vom Gartenzaun aus mit ansehen, wie der schwelende Brand ihr Haus nach und nach zerstörte. Zu viel für den Eigentümer: der körperlich angeschlagene Goddiner musste aufgrund von Kreislaufproblemen im Rettungswagen behandelt werden. Ernsthaft verletzt wurde bei dem Brand jedoch glücklicherweise niemand.

Kurz nach 20 Uhr erklärte der Kriminaldienst das Haus für beschlagnahmt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Die sieben Bewohner konnten dank sofortiger Hilfeleistung von Verwandten und Nachbarn sowie Bürgermeister Jürgen Ahrens untergebracht werden. Der Sachschaden wird auf 250 000 Euro geschätzt.

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