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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

16. Dezember 2017 | 21:47 Uhr

Schwedenschlacht: Historiker vor Ort

vom

svz.de von
erstellt am 09.Okt.2012 | 09:59 Uhr

Gadebusch | Mit der Schwedenschlacht bei Gadebusch und den Ereignissen im nordischen Raum im Jahr 1712 werden sich am kommenden Wochenende Wissenschaftler aus der Bundesrepublik und dem baltischen Raum befassen. Die internationale Tagung findet auf Einladung des Landkreises Nordwestmecklenburg und des Kulturhistorischen Vereins von 1712 e.V. in der "Station Burgsee" in Gadebusch vom 12. bis 14. Oktober statt. "Die Kulturhistorische Konferenz ist der Höhepunkt anlässlich der Feierlichkeiten 300 Jahre Schwedenschlacht, die Gadebusch und den Kreis über die Landesgrenzen hinaus bekannt machen werden", so Klaus-Jürgen Ramisch, Fachdienst Bildung und Kultur Sachgebiet Kultur beim Landkreis Nordwestmecklenburg.

In Vorbereitung der Konferenz studierten Historiker wie Reno Stutz mehr als eineinhalb Jahre Unterlagen, Karten und Schriftstücke, die Hinweise auf die Ereignisse des Jahres 1712 geben; fanden sich Arbeitsgruppen aus Vertretern der Kirchgemeinde Gadebusch, der Museumsanlage, des Landkreises und des Kulturhistorischen Vereins zusammen, um wichtige Fakten zur Schlacht und zur Lebenssituation der Menschen in und um Gadebusch zusammenzutragen. Daten, die für die Arbeit von Historikern von erheblicher Bedeutung sein können, wenn es um die Realisierung einer "Publikation des Lehrstuhls für Nordische Geschichte der Universität Greifswald" geht. Man habe einen hohen Anspruch an die Tagung, meint Ramisch, somit freue er sich, dass das Institut Nordische Geschichte die Gadebuscher Konferenz begleiten wird.

Mehr als 50 der insgesamt 120 Tagungsplätze sind an Wissenschaftler und Dozenten aus den Ostseeanrainer-Staaten und ganz Deutschland vergeben. Unter ihnen Vertreter der Arbeitsgruppe "Projekt Völkerschlacht bei Leipzig 1813-2013". Dies zeige, so Ramisch, welche Bedeutung die Kulturhistorische Konferenz vor dem Hintergrund der Ereignisse im Jahr 1712 habe. Mit der Fachtagung in der "Station Burgsee" wollen die Organisatoren nicht allein Historiker ansprechen. "Wir freuen uns ebenso über zahlreiche geschichtsinteressierte Gadebuscher und Gäste, die am Sonnabend und Sonntag die Tagung begleiten möchten", so Ramisch. Detaillierte Informationen und Anmeldemöglichkeiten erhalten die Bürger unter der Adresse www.schwedenschlacht.de bzw. www.nordwestmecklenburg.de über das Internet. Alternativ sind Anmeldungen auch im Rathaus Gadebusch im Büro des Bürgermeisters möglich.

Die Gäste dürfen sich auch über die Premiere bzw. Vorstellung eines Filmprojektes zur Schwedenschlacht freuen. In Zusammenarbeit mit der Mediamare GmbH in Wismar entsteht ein 30-minütiger Film zum Schlachtverlauf bei Gadebusch. Fünf Kamerateams zeichneten im Sommer während der Nachstellung der Schlacht die Szenen bei Wakenstädt auf. Aus insgesamt sechs Stunden Video-Material entsteht unter Leitung von Christina Schurbaum ein filmisches Werk zur Schwedenschlacht.

Die Kulturhistorische Konferenz wird am Sonnabend um 10 Uhr durch Ministerpräsident Erwin Sellering, Landrätin Birgit Hesse, Bürgermeister Ulrich Howest, Frank Rohmann vom Kulturhistorischen Verein 1712, Historiker und Tagungsleiter Reno Stutz eröffnet. Die Finanzierung der Konferenz sichern das Land MV und der Landkreis Nordwestmecklenburg ab.

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