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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

21. Oktober 2017 | 03:25 Uhr

Lebensgefahr : Schutzlos dem Verkehr ausgeliefert

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Jedes Jahr gibt es aufgrund von Motorradunfällen Tote zu betrauern

svz.de von
erstellt am 14.Jun.2014 | 00:00 Uhr

Eine Sekunde nicht aufgepasst, auf nasser Straße weggerutscht oder der Unachtsamkeit anderer zum Opfer gefallen: Die Gründe für Motorradunfälle sind vielfältig und die Zahl der Verletzten ist meist hoch. Am Donnerstag ereignet sich auf der Bundesstraße 208 auf der Paetrower-Kreuzung ein Unfall zwischen einem Autofahrer mit Anhänger und einem Motorrad. Dabei werden die beiden Biker teils schwer verletzt und müssen mit Hubschrauber und Rettungswagen in Kliniken gebracht werden. Der Autofahrer bleibt unverletzt (wir berichteten).

Die Zahl der Verkehrsunfälle im Landkreis Nordwestmecklenburg, bei denen motorisierte Zweiräder beteiligt sind, ist in den vergangen drei Jahren nahezu gleichbleibend: 2011 gab es 106 Unfälle mit Motorradbeteiligung, zwei Biker starben. 2012 wurden 98 Unfälle verzeichnet, ein Mensch starb. 2013 zählte die Polizei 108 Unfälle mit Zweiradbeteiligung und es gab ebenfalls einen Toten zu betrauern.

Obwohl diese Unfälle nur etwa zwei Prozent aller Verkehrsunfälle im Jahr ausmachen, „ist jeder Unfall und jeder Verkehrstote einer zuviel“, sagt Axel Köppen, Sprecher der Polizei Wismar. „Die häufigste Unfallursache ist immer wieder ein zu geringer Abstand und eine zu hohe Geschwindigkeit“, erklärt der Pressesprecher. „Und naturgemäß ist das Verletzungsrisiko bei Motorradunfällen höher als vergleichsweise bei Autounfällen.“ Ein Motorrad bietet nicht den Schutz einer Knautschzone. Umso wichtiger sei das Tragen von abriebfester Motorradschutzkleidung, sagt Köppen. „Dazu gehören ein geprüfter Sturzhelm, Handschuhe und feste Stiefel, die auch die Fußgelenke schützen.“ Um das Verletzungsrisiko für Biker zu verringern, gibt es immer wieder Neuerungen wie beispielsweise Airbag-Westen oder Motorräder mit bereits eingebautem Airbag. „Der beste Schutz ist und bleibt allerdings vorausschauendes und umsichtiges Fahren. Natürlich unbedingt mit eingeschaltetem Licht“, so der Polizeisprecher. Hinsichtlich der Unfallvermeidung sei es sinnvoll, die eigenen Fahrkünste bei regelmäßigen Sicherheitstrainings zu verbessern, rät er. „Trotz aller Freude am Auto- oder Motorradfahren sollte man nicht vergessen, dass jeder nur eine Gesundheit und ein Leben hat.“

Manchmal gibt es heikle Situationen, auf die ein Autofahrer nicht vorbereitet ist – zum Beispiel drängelnde Biker, die sich zwischen Autos hindurchschlängeln oder links überholen. Doch anstatt der Wut in Bremsmanövern Ausdruck zu verleihen, sollte der Autofahrer die Polizei informieren, rät Köppen. „In diesen Fällen besteht die Möglichkeit, Anzeige zu erstatten.“

 

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