Mühlen Eichsen und Gadebusch : Schulen erhalten Qualitätssiegel

Einige der Ordnungsschüler  der Pestalozzi-Schule Gadebusch: Christopher Hamdou, Sara Meyer, Sophie Hoch, Ann-Katrin Markert und ihre Schulleiterin  Selinde Krause (v.li.).Johanna Hegermann
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Einige der Ordnungsschüler der Pestalozzi-Schule Gadebusch: Christopher Hamdou, Sara Meyer, Sophie Hoch, Ann-Katrin Markert und ihre Schulleiterin Selinde Krause (v.li.).Johanna Hegermann

"Sicherheit macht Schule": Die Schulen in Mühlen Eichsen und Gadebusch werden heute für ihre Präventionsarbeit mit einem Qualitätssiegel ausgezeichnet.

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20. September 2012, 09:53 Uhr

Gadebusch/Mühlen Eichsen | "Vorsorge ist besser als Nachsorge" ist eine Redensart, die täglich wieder ihre Aktualität beweist. Gerade für Schulen ist es wichtig Vorsorge zu treffen, um den Schülern einen geregelten und sicheren Schulalltag zu bieten. Doch es gibt Schulen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, sich über den Präventionsstandard hinaus zu engagieren.

Der Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung Mecklenburg-Vorpommern vergibt heute gemeinsam mit dem Ministerium für Bildungswissenschaft und Kultur erstmals das Qualitätssiegel "Sicherheit macht Schule". Preisträger sind Schulen des Landes, die eine vorbildliche Präventionsarbeit nachgewiesen haben. Übergeben wird das Siegel vom Innenminister Lorenz Caffier ebenfalls an zwei Schulen aus Nordwestmecklenburg. Die Grund- und Regionalschule Mühlen Eichsen und die Pestalozzi-Schule Gadebusch.

"Bewerben konnte sich für diese Auszeichnung jede Schule in Mecklenburg-Vorpommern", sagt Sybille Schläger. Sie ist die Schulleiterin in Mühlen Eichsen. Seit 20 Jahren sorgt sie für Ordnung in der Schule. "Ich hab gar nicht damit gerechnet, dass wir ausgezeichnet werden. Wir haben uns einfach beworben und mussten staunen, wie viel Prävention zum täglichen Schulallerlei gehört", sagt Schläger.

So findet in Mühlen Eichsen neben Suchtprävention oder Verkehrserziehung im Unterricht und im Rahmen der Ganztagsschule auch einmal pro Halbjahr ein Feueralarm statt, bei dem die Schüler für den Ernstfall proben. In weniger als zwei Minuten müssen sie sich dafür auf dem Sportplatz eingefunden haben, damit die Übung erfolgreich ist. Für mehr Sicherheit auf dem Pausenhof wurden auch sogenannte Ordnungsschüler eingesetzt, die die Lehrer bei der Pausenaufsicht unterstützen sollen.

Auch in der Pestalozzischule Gadebusch gibt es junge Ordnungshüter. Einmal in der Woche setzen sich die acht bis zehn Schüler zusammen, um unter der Aufsicht des Schulsozialarbeiters ihren Einsatzplan zu besprechen.

Selinde Krause, die Schulleiterin der Pestalozzi-Schule Gadebusch ist besonders stolz auf die Präventionsmaßnahmen ihrer Schule: "Wir wussten, dass wir viele Aktionen laufen haben, doch durch diese Bewerbung ist uns das erst richtig bewusst geworden", sagt Krause. Sicherheit und vor allem Respekt nähmen bei ihnen im Schulalltag einen hohen Stellenwert ein. Auf der Auszeichnung ausruhen werde sie sich nicht: "Durch diese Aktion hat sich die Idee entwickelt einen Präventionstag einzuführen. Wir wollen damit eine neue Tradition für Schüler und Schule schaffen."

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