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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

18. November 2017 | 18:36 Uhr

Gadebusch : Schützenhaus wird Jugendtreff

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Stadt wird Freizeithaus nicht kaufen

von
erstellt am 14.Jul.2017 | 05:00 Uhr

Das ehemalige Freizeithaus wird nicht zum modernen Domizil für Jugendarbeit in der Stadt Gadebusch weiter ausgebaut. Die bislang favorisierte Lösung, das Gebäude für einen symbolischen Euro vom Landkreis zu erwerben, ist damit vom Tisch.

„Der Hauptausschuss der Stadtvertretung hat sich dazu klar positioniert. Die Stadtvertretung wird am kommenden Montag abschließend beraten und entscheiden“, sagt Bürgermeister Ulrich Howest. Im Kern geht es ums Geld. Mit rund 800 000 Euro liegt die avisierte Sanierung und Gestaltung des betagten Freizeithauses deutlich über dem Budget der Münzstadt. Zu dieser Einschätzung kommt Howest nach Vorlage eines Gutachtens. „Selbst unter Beachtung der möglichen Städtebaufördermitteln, müsste die Kommune weitere 400 000 Aufbringen“, sagt Howest. Dem gegenüber stünden Sanierungs- und Umbaukosten für das bereits im städtischen Eigentum befindliche Schützenhaus in Höhe von 262 000 Euro. Angesichts der Zahlen und unter Berücksichtigung der Möglichkeiten im Schützenhaus, sprachen sich die Ausschüsse im Vorfeld für die Variante Schützenhaus aus, so der Bürgermeister.

Die dazu erforderlichen Gespräche mit dem Betreiber des Jugendzentrums, dem Deutschen Roten Kreuz Nordwestmecklenburg, als auch dem Pegasusverein in Gadebusch hat es gegeben.

„Eine gute Entscheidung. Wir haben Platz genug und werden uns mit Sicherheit vertragen“, sagt Andreas Kruse, Geschäftsführer des im Schützenhaus beheimateten Pegasusvereins und Leiter der Musikschule im Gespräch mit der SVZ. Der Pegasusverein leistet ebenso Jugend- und Bildungsarbeit für 120 Mädchen und Jungen wöchentlich.

Ekkehard Giewald, Vorstandsmitglied des DRK-Kreisverbandes, sieht in diesem Projekt die Fortführung einer positiven Zusammenarbeit mit Gadebusch. „Wir können froh sein, dass die Stadt die finanziellen Mittel aufwendet und die Jugendarbeit möglich wird.“ Der Standort Freizeithaus sei sicherlich im Zentrum gut gelegen, meint Giewald. Allerdings erfordere der Zustand des Gebäudes eine umfangreiche Sanierung, die wiederum die Jugendarbeit beeinträchtigt. „Wir ziehen mit Fertigstellung des Schützenhauses um“, sagt Giewald. Nach bisherigen Planungen und noch ausstehender Zustimmung durch die Stadtvertretung am Montag (19 Uhr, Rathaus Gadebusch), geht Bürgermeister Howest mit einer Fertigstellung zum Frühjahr 2018 aus.

Nach der Schließung von Mädchentreff und Freizeithaus hat das DRK die „Freizeit im Jugendclub“ gestartet. Übernommen und fortgeführt werden u.a. die Tanzstunden, die Schülernachhilfe, die Trommel- , als auch die Näharbeitsgemeinschaft. Zum 1. Juni erfolgte eine Stärkung des Personalstamms auf zwei Mitarbeiter.

 

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