Gadebuscher Schützenzunft von 1583 e.V. : Schützen gehören jetzt zum Kulturerbe

Lutz Kidawa und Jürgen Lienshöft (v.l.)  mit dem Königspokal aus dem Jahr 1932. Der Enkel von Schützenkönig Kopsiker überreichte die Auszeichnung dem Verein hinsichtlich der Kulturpflege.
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Lutz Kidawa und Jürgen Lienshöft (v.l.) mit dem Königspokal aus dem Jahr 1932. Der Enkel von Schützenkönig Kopsiker überreichte die Auszeichnung dem Verein hinsichtlich der Kulturpflege.

Gadebuscher Schützenzunft von 1583 e.V. freut sich über Aufnahme durch die Unesco-Komission

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24. März 2016, 04:45 Uhr

Die Gadebuscher Schützenzunft von 1583 e.V. gehört offiziell zum immateriellen Kulturerbe in Deutschland. Eine Auszeichnung, die Vereine und Veranstaltungen erhalten können, die sich mit der Brauchtumspflege befassen. Möglich wurde dies durch einen Eintrag durch die Deutsche Unesco Kommission, die das bundesweite Verzeichnis führt.

„Eine gute Nachricht“, sagen Jürgen Lienshöft als Oberst der Zunft und sein Stellvertreter Lutz Kidawa. Stolz präsentieren sie die vom Deutschen Schützenbund e.V ausgehändigte Urkunde. Die Gadebuscher sind Mitglied im Schützenbund und eine der ältesten Schützenzünfte in der Bundesrepublik.

Dass Traditionspflege nicht allein auf das Tragen von Uniformen und der Durchführung von Schützenfesten beruht, wollen Jürgen Lienshöft und Lutz Kidawa stärker herausarbeiten. „Die Schützenzunft befasst sich mit dem sportlichen Wettkampf in unterschiedlichen Disziplinen wie Luftgewehr und Kleinkaliber. Eine neue Ausrichtung erhalten wir aktuell durch den Bogensport“, sagt Kidawa. Hier wolle man Kinder und Jugendliche an die Sportdisziplin heranführen. „Jeden Mittwoch findet von 16 bis 17 Uhr das Training auf dem Vereinsgelände an der Waldbühne statt. Elf aktive Jugendliche zählen wir momentan. Interessenten sind willkommen“, so Lienshöft. Ziel sei eine Teilnahme an den Kreis- und Jugendmeisterschaften. „Talente werden gefördert und erhalten die Chance, olympische Disziplinen belegen zu können“, meint Kidawa.

Erfolge brauchen ein Fundament, somit setzt die Gadebuscher Schützenzunft ebenso auf die Traditionspflege. 84 Mitglieder zählt die Zunft, deren Mitglieder je nach Möglichkeit an insgesamt 30 Wochenenden im Jahr an Wettkämpfen und Besuchen befreundeter Vereine teilnehmen.

Ein aktives Vereinsleben, das seine Ehrung bereits erfuhr. Lienshöft präsentiert die vom Bundespräsidenten Joachim Gauck persönlich unterzeichnete Würdigung in Form einer Sportplakette. Oder den Pokal von Otto Kopsiker, ein Kaufmann aus Schwerin, der 1932 das Amt des Schützenkönigs inne hatte. „Sein Enkel Rolf überreichte uns diesen Pokal anlässlich unseres Königsballs im Januar“, so Lienshöft weiter. Eine Verbundenheit, die der Vereinschef mag: „Ich finde den Sport toll und die Gemeinschaft der Mitglieder und dass wir zusammen etwas anpacken können.“ Eine Heimat, die Lutz Kidawa nicht missen möchte: „Die Trainingsstunden und die daraus resultierenden Erfolge bei Meisterschaften sind etwas Besonderes.“

Erreichbar ist die Gadebuscher Schützenzunft von 1583 e.V. über das Internet www.schuetzen-gadebusch.de bzw. telefonisch unter 03886−35092 (Jürgen Lienshöft).

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