Schwerer Unfall in Nienmark : Schülerin von Auto erfasst

Seit Jahren warnt Dirk Lübbe vor den Gefahren. Gestern musste er mit ansehen, wie eine 18-jährige Schülerin auf dem Weg zur Haltestelle von einem Auto erfasst und verletzt wurde. Er fordert Behörden zum Handeln auf, damit der Weg zum Schulbus sicherer wird.
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Seit Jahren warnt Dirk Lübbe vor den Gefahren. Gestern musste er mit ansehen, wie eine 18-jährige Schülerin auf dem Weg zur Haltestelle von einem Auto erfasst und verletzt wurde. Er fordert Behörden zum Handeln auf, damit der Weg zum Schulbus sicherer wird.

18-Jährige wird in Nienmark von Fahrzeug erfasst und durch die Luft geschleudert. Anwohner erhebt Vorwürfe gegen Behörden.

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12. Januar 2016, 21:00 Uhr

Bei einem Verkehrsunfall in Nienmark ist gestern eine 18-jährige Schülerin schwer verletzt worden. Die junge Frau wechselte gegen 7 Uhr die Straßenseite der dortigen Landesstraße, um zur Haltestelle ihres Schulbusses zu gelangen. Dabei übersah sie nach ersten Erkenntnissen der Polizei einen herannahenden VW Polo aus Richtung Mühlen Eichsen. Die 58-jährige Fahrerin konnte den Kleinwagen nicht mehr rechtzeitig bremsen, es kam zum Zusammenstoß.

Durch den Aufprall wurde die 18-Jährige mehrere Meter durch die Luft in einen Straßengraben geschleudert. Sie musste mit schweren Verletzungen im Bereich der Hüfte ins Krankenhaus nach Schwerin gebracht werden.

Anwohner erheben nach dem Unfall Vorwürfe gegen Behörden. „Seit ungefähr fünf Jahren habe ich auf mögliche Gefahren im Bereich Nienmark aufmerksam gemacht. Denn das ist nicht der erste schwere Unfall. Hier kam beispielsweise erst im vergangenen Jahr ein Motorradfahrer ums Leben. Und direkt in Höhe der Bushaltestelle, wo Kinder die Straßenseite wechseln müssen, gilt Tempo 100. Nach Gesprächen mit dem Bürgermeister, der Polizei und dem Verkehrsamt bekam ich nur zu hören: ,Wir kümmern uns‘. Geschehen ist hier vor Ort aber nichts“, sagt der Nienmarker Dirk Lübbe. Er sah gestern mit eigenen Augen, wie der Unfall passierte und um Haaresbreite auch sein elfjähriger Sohn von dem VW Polo erfasst worden wäre. „Ich weiß nicht wieso, aber Gott sei Dank blieb Leon plötzlich mitten auf der Straße stehen. Er musste mit ansehen, was dann geschah und schrie ,Notarzt, Notarzt!‘“ Der Junge erlitt nach Angaben seines Vaters einen Schock.

Mehrere Nienmarker, darunter auch der Vater der verunglückten Schülerin, kümmerten sich um die 18-Jährige. „Rettungskräfte und Polizei waren zum Glück schnell da. Wie sie die Schülerin versorgten, war top“, sagt Dirk Lübbe. Der Ersthelfer hofft, dass die junge Frau wieder gesund wird und sie keine bleibenden Schäden davon trägt. Wenn es möglich sein sollte, wollen der Nienmarker und dessen Sohn die 18-Jährige auch persönlich im Krankenhaus besuchen und ihr gute Besserung wünschen.

Von den zuständigen Stellen erwartet Dirk Lübbe, dass sie spätestens jetzt reagieren und die zulässige Höchstgeschwindigkeit an der Bushaltestelle von derzeit 100 km/h herabstufen. Das sei das Mindeste.

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