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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

22. Oktober 2017 | 01:27 Uhr

Tierisches Rehna : Schüler retten Eichhörnchen

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

„Herbert“ war beim Klettern an der fast 20 Meter hohen Schulfassade in Rehna abgestürzt

svz.de von
erstellt am 15.Jul.2016 | 23:30 Uhr

Eine tierisch gute Hilfsaktion gab es an der Schule Rehna. Denn ein junges Eichhörnchen, das den Namen Herbert erhielt, war in Not geraten. Warum „Herbert“ Hilfe benötigte und was danach geschah, davon berichten die beiden Rehnaer Siebtklässlerinnen Anastasia Meier und Ina-Marie Wittkopf.

Es war noch früh am Morgen. Die Schulklingel läutet zum Hereingehen, aber einige Schüler versammeln sich aufgeregt vor dem Eingangsbereich der Rehnaer Schule. Denn in einer grabenartigen Vertiefung liegt ein noch junges und schwaches Eichhörnchen. Es war beim Klettern an der fast 20 Meter hohen Schulfassade abgestürzt und in die Vertiefung gefallen. Es konnte sich nicht alleine aus der misslichen Lage befreien, da es noch so klein war.

Wir, die Schüler, dachten alle, dass es verletzt sei. Da kam Biologielehrer Torsten Richter gerade im richtigen Augenblick. Um Ruhe zu bewahren lässt er vor dem Unterrichtsbeginn die Schülerin Anastasia Meier holen. Anastasia besorgt Handschuhe vom Hausmeister, um das Eichhörnchen aus dem Graben zu befreien. Der Unterricht hat inzwischen zwar bereits begonnen, aber die Rettungsaktion ist noch in vollem Gange.

Mit gemeinsamer Anstrengung wird das kleine Eichhörnchen gerettet und in eine ruhige Ecke getragen. Es zittert am ganzen Leib, bewegt sich nicht vom Fleck und schläft vor Erschöpfung ein. Anastasia Meier und Ina Marie Wittkopf legen es in eine kleine Box aus dem Biologieraum. Die Box wurde mit Moos ausgestopft und dann gehen Anastasia, Ina-Marie und das schlafende Eichhörnchen auf Nahrungssuche.

Die Schulsekretärin Karin Meyer zögert nicht lang und spendiert fünf Euro und so wird laktosefreie Milch für „Herbert“ gekauft. So nennen die Schüler der 7.Klasse ihr schnell lieb gewordenes Eichhörnchen. Doch sie brauchen auch so etwas wie eine kleine Spritze, um „Herbert“ zu füttern. Dabei werden sie von einem Ort zum anderen geschickt, weil niemand eine hat. In der Markt-Apotheke werden die Schüler erfolgreich, es gibt eine Futterspritze gratis. Mit der kleinen Spritze haben wir „Herbert“ dann gefüttert. Auf dem Rückweg zur Schule schläft Herbert dann wie ein Murmeltier, ach nein, wie ein Eichhörnchen.

Als es wieder aufwacht, wird es wieder aktiver und tobt in seinem Karton herum. Während der Unterrichtszeit sollte das Eichhörnchen im Sekretariat bleiben und dort nach der fünften Stunde abholen. Doch als die Schüler es abholen wollen, ist Herbert nicht mehr da!

Schulsekretärin Karin Meyer erzählt, dass er wieder viel rumgetobt hat und dass „Herbert“ es in der Natur besser habe. Daher setzte sie „Herbert“ in der baumreichen Umgebung der Schule aus. Viele Schüler waren zwar etwas traurig, da sie „Herbert“ alle süß fanden. Trotzdem war es ein schönes Erlebnis. Sie wünschen „Herbert“ ein langes und abenteuerliches Leben und bedanken sich bei allen Beteiligten für die Hilfe bei der Rettung des Eichhörnchens „Herbert“.

      

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