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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

16. Dezember 2017 | 02:40 Uhr

Lützow : Schüler proben für den Ernstfall

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Lützower Jungen und Mädchen machten sich während eines Projekttags mit verschiedenen Erste-Hilfe-Maßnahmen vertraut

svz.de von
erstellt am 15.Feb.2016 | 23:58 Uhr

Ein Schwächeanfall in der Pause, ein Wespenstich ins Ohr, ein Fußball voll gegen den Kopf, Nasenbluten ohne Ende – all das kann jederzeit passieren. Und dann ist schnelle Hilfe gefragt. Doch was, wenn man helfen will, aber nicht weiß wie? Diese Wissenslücke zu schließen, war Ziel des gestrigen Projekttags „Erste Hilfe und Schulsanitätsdienst“ mit Schülern der beiden 8. Klassen der Regionale Schule mit Grundschule Lützow.

„Es ist nicht schlimm, wenn man bei so einer Übung etwas falsch macht. Falsch macht man nur etwas, wenn man gar nichts macht“, sagt Frank Schuster. Der 42-jährige Lehrer am Grevesmühlener Gymnasium Am Tannenberg und gleichzeitige Leiter des dortigen Schulsanitätsdienstes leitete gemeinsam mit dem Neuendorfer Ausbildungshelfer Pascal Blodau sowie Schulsanitätern aus Grevesmühlen den eintägigen Unterrichtstag der etwas anderen Art. Wie legt man einen Druckverband an? Wie nehme ich einem verletzten Motorradfahrer seinen Helm ab? Wie funktioniert eigentlich die stabile Seitenlage? Und wie führe ich eine Herz-Lungen-Wiederbelebung durch? Fragen über Fragen, die in Theorie und Praxis gleichermaßen aufgeworfen, beantwortet und von den Schülern in einer realen Situation durchgespielt wurden. „Ich bin von einem Auto angefahren worden, lag unterkühlt auf der Straße, hatte eine stark blutende Wunde am Arm und wurde von epileptischen Anfällen geschüttelt“, erklärt der Grevesmühlener Schulsanitäter Jan Hofmann die Situation, die die Retter auf dem Schulhof vorfanden. Doch die Helfer hätten sehr schnell gehandelt, ihn auf der Trage richtig festgeschnallt und sofort zur weiteren Behandlung ins Schulgebäude gebracht. Und auch die Verletzten in den beiden am Unfall beteiligten Fahrzeugen wurden schnell und gut versorgt. Hilfe, die Menschenleben retten kann.

Fazit von Frank Schuster: „Jeder hat sofort helfen wollen und somit den größten Fehler, nämlich gar nichts zu machen, von vornherein beseitigt.“

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